Belgien senkt Grenzwerte für Handy-Strahlung drastisch

Um die Strahlenbelastung für die Bevölkerung zu reduzieren, müssen die Mobilfunkbetreiber ihre Masten umbauen. In Österreich bleiben die Grenzwerte 14 mal so hoch wie die neue belgische Obergrenze.

Frau mit Handy vor Handysendemast
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Frau mit Handy vor Handysendemast
(c) www.BilderBox.com (Erwin Wodicka)

Nach Luxemburg und Italien wurden jetzt auch in Belgien die Grenzwerte für Strahlenbelastung durch Handy-Funkmasten auf 3 Volt pro Meter herabgesenkt, um die Bevölkerung vor eventuellen Auswirkungen zu schützen. Die Strahlenwerte in Österreich belaufen sich auf 41 Volt pro Meter, was etwa dem Vierzehnfachen des neuen belgischen Werts entspricht, wie der ORF in der ZiB 2 am Dienstag berichtete.

Ratten starben durch Handystrahlung

Für die belgischen Mobilfunker erwachsen aus der Umstellung Kosten in Höhe von insgesamt bis zu 100 Millionen Euro. Immerhin müssen 1000 Sendestationen umgebaut werden. Auslöser für die Umstellung ist eine Studie an Ratten, in der Tiere, die Funkstrahlung ausgesetzt waren, eine doppelt so hohe Sterblichkeit aufwiesen.

Österreich sieht keinen Handlungsbedarf

Die Mobilfunker kontern und weisen darauf hin, dass die Schädlichkeit für Menschen nicht eindeutig bewiesen ist. Je nach Studie waren die Ergebnisse bisher nicht schlüssig. Während das österreichische Gesundheitsministerium noch keinen Handlungsbedarf sieht, will Frankreich Handys in Volksschulen verbieten, um Kinder vor den Strahlen zu schützen.

(db)

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