Als Microsoft Apple rettete

Vor 20 Jahren war Apple an einem Scheidepunkt. Es fehlte an Innovationen und erfolgreichen Produkten. Der zurückgekehrte Jobs entschied sich für einen radikalen Schritt. Trotz großer Kritik.

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EPA

2017 ist es Apples großes Jubiläumsjahr, das in Österreich sogar mit einem eigenen Apple Store gefeiert wird. Vor zehn Jahren wurde das iPhone zu einem Gradmesser in der Mobilfunk-Branche. Doch noch zehn Jahre vorher sah es düster aus für das Steve-Jobs-Unternehmen.

Riesige Verluste und eine Stagnation bei der Entwicklung neuer Produkte ließen Steve Jobs einen radikalen Schritt machen. Der erklärte Erzfeind Microsoft wurde zum Partner und somit indirekt auch zum Retter des Unternehmens gemacht. Apple brauchte Geld und Microsoft hatte es.

Auf der Macworld Expo in Boston erklärte Steve Jobs am 6. August, dass Microsoft 150 Millionen US-Dollar in Aktien des Unternehmens investieren werde. Aktien ohne Stimmrecht, sogenannte Vorzugsaktien. Doch auch das konnte die anwesenden Besucher nicht milde stimmen. Im Saal wurde gebuht und gepfiffen. Jahrelang wurde Microsoft öffentlich als Erzfeind aufgebaut und dann so etwas. Die Fans waren bestürzt.

Es war der entscheidende Schritt, das Ruder rumzureißen und Jobs setzte sich über die Kritik hinweg. Beim selben Event kündigte Bill Gates an, für weitere fünf Jahre Office als Mac-Version zu entwickeln und anzubieten. Und bis heute ist es die wohl am häufigsten verkaufte Software, die nicht von Apple direkt stammt.

Jobs beendete die Ankündigung mit den Worten: "Wir müssen uns von der Vorstellung verabschieden, Apple muss gewinnen und Microsoft muss verlieren. Apple muss einen großartigen Job machen, und, wenn uns Microsoft dabei helfen kann, ist das großartig."

Im selben Jahr krempelte Jobs das Unternehmen wieder um und wurde kurze Zeit später auch wieder zum fixen CEO des Unternehmens und führte es in den darauffolgenden Jahren an die Spitze zurück. 

40 Jahre Apple in 40 Bildern

(bagre)

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