Android 4.0 legt zu - "Jelly Bean" Updates in Schwebe

Erstmals wird das im Oktober veröffentlichte "Ice Cream Sandwich" auf 10 Prozent aller Android-Geräte genutzt. Für Android 4.1 "Jelly Bean" haben die Handyproduzenten noch keine Update-Pläne veröffentlicht.

Android legt Jelly Bean
Android legt Jelly Bean
(c) REUTERS (STEPHEN LAM)

Aktuelle Zahlen der Android-Entwicklergemeinde zeigen, dass die bereits im Oktober 2011 vorgestellte Version Android 4.0 "Ice Cream Sandwich" inzwischen 10,9 Prozent innerhalb der Google-Plattform einnehmen konnte. Erstmals hat die Software die 10-Prozent-Hürde überwinden können. Der Großteil, 64 Prozent, nutzt aber immer noch Geräte mit dem Vorgänger Android 2.3 "Gingerbread". Allerdings scheint "Ice Cream Sandwich" derzeit verstärkt zu wachsen. Im Vormonat waren es noch 7,3 Prozent.

Die Zahlen sind ein Beweis dafür, dass eines der größten Probleme bei Android immer noch die Updates für vorhandene Geräte sind. Offenbar haben Modelle wie das Galaxy S3 und HTC One X bereits Einfluss auf die Statistik gehabt, da sie bereits mit Android 4.0 ausgeliefert werden. Allerdings gibt es für viele Vorjahresgeräte noch immer kein Update auf das Betriebssystem.

Nexus-Geräte bevorzugt

Das wirft lange Schatten auf die vorige Woche auf Googles Entwicklerkonferenz I/O vorgestellte Version Android 4.1 "Jelly Bean". Die erste Update-Welle soll Mitte Juli erfolgen, allerdings sollen dabei nur das Galaxy Nexus, Nexus S und Motorola Xoom ein Update erhalten. Das ebenfalls vorgestellte Tablet Nexus 7 kommt ab Werk mit dem neuen Android-System. Allerdings will noch kein Handyproduzent sagen, wann es für seine Modelle ein Update geben wird. Ob HTC, Samsung oder LG, alle haben noch keine Ankündigung diesbezüglich auf Lager. Für das im Vorjahr veröffentlichte Galaxy S2 gab es erst Mitte März die Aktualisierung auf "Ice Cream Sandwich".

Neue Mittel gegen Android-Diaspora

Google hatte bereits bei der I/O 2011 angekündigt, die Updateproblematik durch engere Partnerschaften beheben zu wollen. Nun wurde das "Platform Development Kit" (PDK) angekündigt. Es soll Hardwareproduzenten ermöglichen, früher auf wichtige Programmierschnittstellen zugriefen zu können. Bisher hatten nur die Partnerhersteller der Nexus-Geräte (Samsung und HTC) Zugriff auf derartige Informationen. Auswirkungen wird das PDK aber frühestens bei der nächsten Android-Version haben. Diese soll den Codenamen "Key Lime Pie" erhalten.

(db)

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