Es gehört so viel mehr zum guten Ton

Je flacher die Fernsehgeräte werden, umso ärmer wird auch der Sound. Ohne Zubehör wird es nichts mit Kinovergnügen im Wohnzimmer. Die Sonos Playbase schafft Abhilfe.

Die Playbase bringt das Konzert ins Wohnzimmer.
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Die Playbase bringt das Konzert ins Wohnzimmer.
Die Playbase bringt das Konzert ins Wohnzimmer. – (c) APA/HERBERT P. OCZERET (HERBERT P. OCZERET)

„Früher war immer alles besser.“ Ein Satz, so oft von Eltern und Großeltern in Verwendung, dass er noch immer in den Gehörgängen nachhallt. Spätestens bei einem gemütlichen Abend auf der Couch mit dem Lieblingsprogramm im TV wird einem dieser Satz manchmal schmerzlich bewusst. Die neuen, flachen, smarten Fernseher bieten zwar ein tolles Bild, aber bei der Akustik hört es dann meistens auch schon auf. Auch wenn man sich mit den Sound-Einstellungen beschäftigt hat.

Das liegt aber ganz klar an den physischen Grenzen, die diesen Geräten gesetzt sind. Klang braucht Raum und den haben diese dünnen Dinger einfach nicht. Um ein externes Soundsystem wird man nicht herumkommen. Aktuell hat die „Presse am Sonntag“ die Sonos Playbase, die im März 2017 vorgestellt wurde, ausgiebig getestet und gehört.

Preisliches Schwergewicht. Das 2002 gegründete Unternehmen hat sich in den letzten Jahren mit den smarten Lautsprechern einen Ruf aufbauen können. Preislich hat man sich im oberen Segment angesiedelt. Die Playbase wird auf der Unternehmenswebseite für 800 Euro angeboten.

Sofern ein TV-Gerät bereits vorhanden ist, kann es nur mit Hilfe aufgebaut werden. Den Fernseher balancieren und dabei das acht Kilogramm schwere Gerät auf dem Tisch platzieren lässt sich alleine nur schwer bewerkstelligen. Das ist aber die einzige Herausforderung, die das Setup der Playbase in sich birgt. Statt Kabelsalat und Chaos ist das mitgelieferte Zubehör schnell aufgezählt: ein Stromkabel und ein optisches Digital-Audiokabel (Toslink), das Fernseher und Lautsprecher miteinander verbindet. Einen HDMI-Anschluss sucht man leider vergeblich.

Sobald die Geräte miteinander verkabelt sind, kann das Einrichten beginnen. Dafür ist die Sonos-App zwingend notwendig. Beim Einrichten folgt man den Angaben in der App. Wenn man möchte, kann auch die Fernbedienung des TV–Geräts gekoppelt werden, um nicht ständig mit dem Smartphone lauter oder leiser zu schalten. Und schon klingen volle Töne mit angenehmen Höhen und wohligen Tiefen durch das Wohnzimmer.

Satter Sound ohne Profi-Skills. Zehn Lautsprecher sind in dem 5,8 Zentimeter hohen Gerät verbaut. Davon hat jeder seine eigene Aufgabe. Links und rechts finden sich je drei, die für die mittleren Töne zuständig sind. Drei weitere sind gleichmäßig für die Hochtöner verteilt und ein Lautsprecher sorgt für die tiefen Töne.

Dass die Klangentwicklung auch Gewicht hat, lässt der Hinweis auf der Webseite von Sonos vermuten: „Stell keine Gegenstände, die weniger als 2,3 Kilogramm haben, auf die Playbase. Sie könnten vom Sound davongetragen werden.“ Was wäre ein adäquater Test, wenn wir das nicht ausprobieren würden. Die Warnung hat ihre Berechtigung.


Wenn die Nachbarn klingeln. Die Playbase lässt sich ähnlich einem Baukasten-Prinzip auch mit weiteren Sonos-Lautsprechern und dem Subwoofer koppeln. Das Ergebnis ist ein De-luxe-Sound, der auch die Nachbarn neidisch werden lässt. Das Konzert, das man fußfrei und gemütlich ausgestreckt auf der Couch hört, genießt man zwangsweise nicht alleine. Es braucht Zeit, bis man sich auf die richtige Lautstärke geeinigt hat – mit den Nachbarn.

Sonos ist mit der Playbase ein gutes Gerät gelungen, das auch ohne weitere Lautsprecher das Fernsehvergnügen auf ein neues Level hebt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.08.2017)

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