Groß, scharf und rollbar: Die TV-Trends der CES 2018

Bereits 1886 wurde erstmals die Idee von einem Fernsehapparat in einem Patent beschrieben; 1930 wurden die ersten Geräte verkauft. Bis die Ferntonkinos, wie sie damals genannt wurden, tatsächlich massentauglich und leistbar waren, sollten noch ein paar Jahrzehnte ins Land ziehen.

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In den 1990er-Jahren hatte in Deutschland jeder Haushalt 1,4 Fernsehgeräte. Heute sind es im Schnitt zwei Geräte. Vom Röhrenfernseher haben wir uns mittlerweile verabschiedet. 

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Alljährlich wetteifern in Las Vegas auf der Consumer Electronics Show um die Gunst der Besucher. Präsentiert werden die Trends und technologischen Entwicklungen. Bei LG eigentlich bei jeder großen Messe in irgendeiner Weise mit dabei: Riesige Flächen aus OLED-Fernsehern.

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Das tatsächlich Highlight ist der 65 Zoll große faltbare 4K-Fernseher. Noch ein Prototyp, aber die Koreaner zeigen, wohin es geht. Ähnlich wie eine Beamer-Leinwand lässt er sich bei Nicht-Bedarf einfach verstauen, oder auch transportieren. Bis zur Marktreife werden wohl aber noch ein paar Jahre vergehen.

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Die aktuelle Serie von LG ThinQ bekommt ein paar Auffrischungen, darunter ein 88 Zoll Gerät mit 8K-Auflösung. Dabei plant LG diese Panels nicht nur als TV-Geräte anzbieten, sondern sie auch in Kühlschränken, Waschmaschinen und sogar Öfen zu verbauen. Das Display soll dann die Bedienung des Geräts und die Kommunikation mit dem Kundendienst ermöglichen. Die OLED-Geräte sind ab 3000 Euro erhältlich.

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So sehr auch die Automobilbranche und das Internet der Dinge sich immer mehr Raum auf der CES verschaffen, sie bleibt doch eine Fernsehmesse. Und wo sich am MWC normalerweise die Hersteller um die Aufmerksamkeit "prügeln", sind es in Las Vegas auch im TV-Bereich die üblichen Verdächtigen. Darunter Samsung. Die Südkoreaner. In diesem Jahr mit einem Fernsehgerät, das den Namen "The Wall" verdient trägt. 146 Zoll (3,7 Meter Diagonale) misst das Gerät. Die Wand muss man erstmal finden, an der das "Monstrum" Platz hat.

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Statt OLED oder der Weiterentwicklung QLED setzt Samsung auf eine neue, wenn auch verwandte Technologie. Jedes Pixel leuchtet mit sogenannten Micro-LEDs selbst, wodurch eine schlanke Bauweise möglich ist. "The Wall" besteht aus vielen einzelnen Modulen in Größe von Smartphone-Displays. Wann das TV-Gerät erhältlich sein wird, wollte Samsung nicht verraten, ebensowenig den Preis. Aber dafür gibt es auch bei den QLEDs einige neue, leistbare Modelle, in verschiedenen Größen, die noch 2018 auf den Markt kommen werden.

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Sony setzt bekanntlich auf eine hohe, kontrastreiche Auflösung und hat ein umfassendes Bravia-Portfolio. 2018 setzen die Japaner wie auch die Konkurrenz auf OLED-Display. Als Alleinstellungsmerkmal kommen die Bravia-Geräte mit einer sogenannten "Acoustic Surface Technology" auf den Markt, und umgeht damit das Akustik-Problem bei den dünnen Geräten. Aufgrund des fehlenden Resonanzkörpers wird der Bildschirm selbst zum Lautsprecher. Im Standfuß "versteckt" sich eine Bassbox.

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Nahezu unspektakulär geht es bei anderen Herstellern zu. Diese präsentieren erstmals 8K-Geräte. Diese trumpfen vor allem beim Preis auf.

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So zum Beispiel auch TCL, der chinesische Hersteller, der kürzlich Alcatel übernahm, ist auch im TV-Bereich präsent. Was die Geräte alle gemeinsam haben, ist ihre Vernetzung. Gänzlich "dumme" Fernseher gibt es auf der CES nicht mehr zu sehen. Sie sind alle vernetzt und smart.

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