China: Taikonauten auf "heiliger" Weltraummission

Start zum ersten Weltraum-Spaziergang eines Chinesen. Die Mission gilt als wichtiger Schritt zu einer chinesischen Weltraumstation, die bis 2020 Realität werden soll.

Chinas Rakete 'Langer Marsch' hebt ab.
Chinas Rakete 'Langer Marsch' hebt ab.
(c) Reuters

"Dies ist ein großer Schritt für die Weltraumtechnologie in unserem Land", sagte Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao. Um 21.10 Uhr Ortszeit (15.10 Uhr MESZ) hob die Rakete vom Typ "Langer Marsch - 2F" vom Weltraumbahnhof in Jiuquan planmäßig ab. Sie soll das Raumschiff "Shenzhou VII" mit drei chinesischen Astronauten an Bord ins All bringen. Hauptaufgabe bei der dreitägigen Mission ist der erste Weltraumspaziergang eines Taikonauten. 

Der Start, bei dem Hu und andere Spitzenfunktionäre der regierenden kommunistischen Partei anwesend waren, wurde live vom staatlichen Fernsehsender China Central Television übertragen. Der Außenbordeinsatz des Astronauten Zhai Zhigang 343 Kilometer über der Erdoberfläche soll etwa 40 Minuten dauern.

Eure Heimat und ihre Bevölkerung erwarten eure triumphale Rückkehr.

Chinas Staatspräsident Hu Jintao


Hu hatte die Besatzungsmitglieder bereits bei ihrer Verabschiedung als Helden gefeiert. "Ihr könnt diese ruhmreiche und heilige Aufgabe erfüllen. Eure Heimat und ihre Bevölkerung erwarten eure triumphale Rückkehr", sagte Hu zu den Taikonauten, bevor sie in ihr Raumschiff stiegen. "Ich bin hier, um ihnen im Namen der Kommunistischen Partei, dem Staatsrat, der Militärführung und unserer ganzen Nation Mut für ihre Mission zuzusprechen und Erfolg zu wünschen"

Alle Systeme liefen nach Angaben der Bodenstation in den ersten Minuten nach dem Start normal. Außer Zhai Zhigang sind die Astronauten Liu Boming und Jing Haiping an Bord. Alle drei Männer sind 42 Jahre alt.

China ist seit 2003 nach Russland und den USA das dritte Land, das bemannte Weltraummissionen ins All schickt. Eine eigene Weltraumstation soll bis 2020 fertiggestellt sein.

(Ag./Red.)

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