Süße Aliens? Zuckermolekül in bewohnbarer Allregion entdeckt

Zum ersten Mal konnten Forscher eine für organisches Leben wichtige Verbindung außerhalb des Galaxie-Zentrums nachweisen. Die Entdeckung erhöht die Chance, Leben im All zu finden.

(c) DPA (A9999 Nasa; Esa; Stephen Smart)

Wissenschafter haben in einer Region unserer Galaxie, die bewohnbare Planeten beherbergen könnte, das Zuckermolekül Glykolaldehyd entdeckt. Die organische Struktur ist direkt mit dem Ursprung des Lebens verbunden.

Das internationale Forscherteam machte die Entdeckung mit Hilfe des IRAM-Radioteleskops in Frankreich. Zwar wurden bereits schon etliche organische Verbindungen in der Milchstraße nachgewiesen, allerdings wurden sie bisher immer nahe dem Zentrum der Galaxie entdeckt.

 

Chance auf Alien-Entdeckung erhöht sich

Die Entdeckung könnte bedeuten, dass dieses für organisches Leben wichtige Molekül innerhalb der Galaxis häufiger vorhanden ist, als bisher angenommen. Für alle, die nach Lebewesen im All suchen, ist dies eine positive Nachricht. Eine große Verbreitung des Zuckermoleküls erhöht auch die Chancen, dass andere Schlüsselbausteine des Lebens in größerer Zahl existieren.

Das entdeckte Glykolaldehyd kann mit anderen Substanzen eine Reaktion eingehen und Ribose bilden, ein zentraler Baustein der Ribonukleinsäure (RNA). In der "RNA-Welt-Hypothese" wurde 1986 vorgeschlagen, dass RNA-Moleküle die Vorläufer der Organismen noch vor der DNA waren.

(Red.)

Kommentar zu Artikel:

Süße Aliens? Zuckermolekül in bewohnbarer Allregion entdeckt

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen