General Electric baut weltweit 12.000 Stellen ab

Der US-Industriekonzern verringert die Mitarbeiteranzahl im Kraftwerksgeschäft. Weltweit gehen 12.000 Jobs verloren. In Deutschland sollen 1600 Stellen gestrichen werden.

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GE-Deutschlandchef Alf Henryk Wulf.
GE-Deutschlandchef Alf Henryk Wulf. – (c) imago/photothek (Ute Grabowsky/photothek.net)

Nachdem Siemens bereits Einschnitte im klassischen Kraftwerksgeschäft bekanntgegeben hat, legt der US-Industriekonzern General Electric (GE) nun nach: Wegen schwacher Geschäfte mit Gas- und Kohlekraftwerken werden weltweit rund 12.000 Jobs abgebaut. Auch Deutschland ist mit 1600 Streichungen betroffen. In Österreich sind derzeit keine Pläne für einen Personalabbau bekannt, hieß es von Arbeitnehmervertretern.

General Electric stellt wie Siemens Gasturbinen und andere Kraftwerkstechnik her. Die Nachfrage ist wegen der zunehmenden Verbreitung von Wind- und Solaranlagen jedoch spürbar gesunken und damit auch die erzielbaren Preise. "Die Entscheidung war schmerzhaft, aber notwendig", erklärte GE-Kraftwerks-Chef Russell Stokes, in dessen Bereich die Stellen wegfallen, am Donnerstag.

Deutsche Gewerkschaft kündigt Widerstand an

In Deutschland streicht der Konzern Jobs in Mannheim, Stuttgart, Berlin, Mönchengladbach und Kassel. Die Fertigungen von "GE Power Conversion" in Berlin und von "GE Grid Solutions" in Mönchengladbach sollen ganz geschlossen werden. Die Gewerkschaft IG Metall kündigte umgehend Widerstand an. GE-Deutschlandchef Alf Henryk Wulf betonte, dass man die Einschnitte so sozialverträglich wie möglich gestalten und mit den Arbeitnehmern beraten wolle. Der Konzern beschäftigt in Deutschland an mehr als 50 Standorten rund 10.000 Mitarbeiter.

General Electric hatte jüngst bereits eine Schrumpfkur angekündigt. Das Unternehmen will sich auf die Geschäftsbereiche Energie, Luftfahrt und Gesundheitstechnik konzentrieren. Alleine in der Kraftwerkssparte soll im kommenden Jahr eine Milliarde Euro eingespart werden, konzernweit sollen die Kosten in diesem und dem kommenden Jahr um 3,5 Mrd. Dollar (rund 3 Mrd. Euro) sinken.

 

 

((APA/Jupo))

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