„Nord Stream 2 als Strafe für Ukraine gedacht“

Die EU bezweifelt, dass Europa die strittige russische Gasleitung wirklich braucht. Als größter Energiekunde weltweit verdiene sie beste Preise ohne politische Fallstricke, sagt Maroš Šefčovič, Vizepräsident der EU-Kommission.

EU-Kommissionsvizepräsident Maroš ?efčovič (r.) sieht das von der OMV forcierte Nord-Stream-2-Projekt äußerst kritisch.
EU-Kommissionsvizepräsident Maroš ?efčovič (r.) sieht das von der OMV forcierte Nord-Stream-2-Projekt äußerst kritisch.
EU-Kommissionsvizepräsident Maroš ?efčovič (r.) sieht das von der OMV forcierte Nord-Stream-2-Projekt äußerst kritisch. – (c) Clemens Fabry

Die Presse: Kaum ein Projekt in der EU wird so kontrovers diskutiert, wie die geplante russische Gaspipeline Nord Stream 2. Österreich ist für das Projekt, die OMV finanziert es sogar mit. Soll Nord Stream 2 gebaut werden?

Maroš Šefčovič:
Wenn die Pipeline kommt, dann müssen die Gesetze der EU auf unserem Gebiet für sie gelten. Die beste Lösung ist zu verhandeln, wie das geschehen kann. Von den Befürwortern heißt es oft, dass die Gasleitung ein rein kommerzielles Projekt ist. Aber ich kann Ihnen sagen, dass ich noch nie ein kommerzielles Projekt gesehen habe, das so viele Staats- und Regierungschefs beschäftigt hat wie dieses. Bei Nord Stream 2 geht es nicht nur um das Geschäft. Das Projekt hat eine sehr politische und spalterische Natur.

Weil die EU fürchtet, dass die Ukraine als Transitland umgangen werden könnte?

Das ist drin:

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.03.2018)

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