Klaus Regling: "Ruhestand ist doch ungesund"

Klaus Regling meisterte als Herr der Rettungsschirme die Eurokrise. Aus seinem ESM soll nun ein Europäischer Währungsfonds werden. Wo die Eurozone steht und wo sie hin muss.

Beim Ecofin-Treffen im Wiener Austria Center war auch die Expertise von ESM-Chef Klaus Regling gefragt – für die anstehende Reform der Eurozone.
Beim Ecofin-Treffen im Wiener Austria Center war auch die Expertise von ESM-Chef Klaus Regling gefragt – für die anstehende Reform der Eurozone.
Beim Ecofin-Treffen im Wiener Austria Center war auch die Expertise von ESM-Chef Klaus Regling gefragt – für die anstehende Reform der Eurozone. – (c) Daniel Novotny

Seit der Lehman-Pleite sind zehn Jahre vergangen. Hat Europa die richtigen Lehren aus der Krise gezogen?

Klaus Regling:
Wir hatten ja mit zwei Krisen zu kämpfen, sehr rasch hintereinander, was ganz ungewöhnlich ist. Sie hängen zusammen. Die Eurokrise war zwar hausgemacht, aber sie wäre nicht so schlimm geworden, hätten wir nicht vorher schon die globale Finanzkrise gehabt. Global gibt es heute mehr Regulierung, da hatten wir davor zu wenig. Der Glaube, dass der Markt sich selbst reguliert, war falsch. In Europa haben die fünf Krisenländer ihre Hausaufgaben gemacht. Vier von ihnen stehen durch ihre Reformen heute besser da als die meisten anderen Eurostaaten. Sie sind Erfolgsgeschichten. Griechenland wird hoffentlich noch eine.

Was macht sie da so optimistisch? Das Land hat immer noch über 180 Prozent des BIPs an Schulden, Minister der Regierung Tsipras wollen Reformen rückabwickeln...

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.09.2018)

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