Eine Wiener Aktie geht durch die Decke

Die Aktie des Autozulieferers Polytec ist so teuer wie seit acht Jahren nicht mehr. Analysten sehen weiteres Potenzial nach oben.

APA/dpa/Frank Rumpenhorst

Der oberösterreichische Autozulieferer Polytec macht derzeit an der Börse eine gute Figur. Die Aktie, die schon in der Vorwoche nach der Veröffentlichung guter Quartalszahlen um mehr als acht Prozent zulegt hatte, zog am Montag neuerlich um mehr als drei Prozent an. Schon am Vormittag wurden 8,81 Euro erreicht, das ist der höchste Wert seit acht Jahren. Zu Mittag standen 8,97 Euro auf dem Kurszettel, zu Handelsschluss dann 8,8456 Euro, ein Tagesplus von 3,5 Prozent. Der Börsewert des Unternehmens liegt damit bei knapp 200 Millionen Euro.

Beschleunigt wird der Höhenflug des Papiers von zwei Analystenbewertungen. Wie M.M.Warburg, die ihre jüngste Kaufempfehlung mit einer Kurszielerhöhung von 10  auf 11 Euro verbunden hatte, hob auch die Raiffeisen Centrobank bei ihrer Kaufempfehlung das Kursziel an, und zwar von 10,50 auf 12 Euro. "Wir halten an unserer Einschätzung fest, dass Polytec überzeugende Fortschritte bei der Nutzung interner Effizienzpotenziale gemacht hat", heißt es im Update. Beim Gewinn je Aktie erwarten die Raiffeisen-Analysten 1,39 Euro für 2016, sowie 1,31 bzw. 1,29 Euro für die beiden Folgejahre. Ihre Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf 0,40 Euro im laufenden sowie in jedem der kommenden zwei Jahre.

Polytec beschäftigt knapp 4300 Mitarbeiter. In den ersten neun Monaten des Jahres stiegen die Erlöse um 3,5 Prozent auf 482 Millionen Euro. Das operative Ergebnis konnte um 26,5 Prozent auf 33,8 Millionen Euro verbessert werden. Unterm Strich blieben 22,5 Millionen Euro Gewinn, um 25 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Polytec-Aktie im Prime Market der Wiener Börse gelistet und zählt zu den Leichgewichten.

 

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