Kostensenkungen helfen Gerry Weber auf die Sprünge

Der deutsche Damenmodekonzern Gerry Weber steuert mit Ladenschließungen und Stellenabbau gegen den Umsatzschwund und hofft ab dem kommenden Jahr wieder auf profitables Wachstum

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APA/dpa/Violetta Kuhn

Der angeschlagene Damenmodekonzern Gerry Weber hat zum Jahresauftakt trotz Umsatzeinbußen seinen Gewinn gehalten. Vorstandschef Ralf Weber schrieb das den Restrukturierungen zu. Die bereits realisierten Kostensenkungen zeigten im ersten Quartal erste positive Effekte, teilte Weber am Donnerstag mit. "Jetzt gilt es, die Neuausrichtung weiter mit voller Kraft umzusetzen, um nach der Phase der Stabilisierung wieder nachhaltig wachsen zu können." Der Sohn von Firmengründer Gerhard Weber bekräftigte seine Prognose für das seit November laufende Bilanzjahr 2016/17.

Im ersten Quartal schrumpften die Erlöse um 2,1 Prozent auf 209,2 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) erreichte 15,6 (Vorjahr: 14,5) Millionen Euro, der Überschuss verharrte bei 1,2 Millionen. Im Gesamtjahr rechnet Weber mit einem Rückgang des Konzernumsatzes um zwei bis vier Prozent nach rund 900 Millionen Euro in 2015/16. Das Ebitda soll 60 bis 70 (77,3) Millionen Euro erreichen. Darin enthalten sind Abschreibungen in Höhe von rund 50 Millionen Euro.

Der westfälische Modekonzern bekommt wie auch seine Wettbewerber das veränderte Kaufverhalten der Kundinnen zu spüren. Statt die Kleidung in den Geschäften zu kaufen, bestellen sie die Waren lieber über das Internet. Weber steuert mit Ladenschließungen und Stellenabbau dagegen und hofft ab dem kommenden Jahr wieder auf profitables Wachstum.

(Reuters)

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