E.ON sammelte mit Kapitalerhöhung 1,35 Mrd. Euro ein

Der deutsche Energieversorger E.ON zapfte nach dem Rekordverlust 2016 den Kapitalmarkt an. Die neuen Aktien wurden ausschließlich institutionellen Investoren angeboten.

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AFP (PATRIK STOLLARZ)

Der Energieversorger E.ON zapft nach dem Rekordverlust 2016 den Kapitalmarkt an. Durch die Ausgabe von rund 200 Millionen Aktien sammelt der Versorger brutto rund 1,35 Milliarden Euro ein, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das entspricht 6,75 Euro je Aktie. Mit den Erlösen der Kapitalerhöhung will der Konzern einen Teil seines insgesamt zehn Milliarden Euro schweren Beitrags für den geplanten Atomfonds finanzieren.

E.ON-Chef Johannes Teyssen hatte bereits Kapitalmaßnahmen in einer Größenordnung von bis zu zwei Milliarden Euro angekündigt. Neben einer Kapitalerhöhung von bis zu zehn Prozent hatte er auch Hybridanleihen als Möglichkeit genannt. Mit den zwei Milliarden Euro will er den Risikozuschlag finanzieren, den E.ON zusätzlich zu weiteren acht Milliarden Euro in den staatlichen Atomfonds einzahlen muss.

Abschreibungen und Belastungen aus dem Atomausstieg hatten 2016 tiefe Löcher in die Bilanz von E.ON gerissen. Der Konzern wies einen Rekordverlust von 16 Milliarden Euro aus.



(Reuters)

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