Orderplus der Luftfahrtindustrie lässt Amag abheben

Der oberösterreichische Aluminumkonzern Amag ist mit Umsatz- und Ergebnissteigerungen ins Jahr gestartet.

Amag-Chef Helmut Wieser
Amag-Chef Helmut Wieser
Amag-Chef Helmut Wieser – AMAG

Deutlich höhere Lieferungen an die Luftfahrtindustrie und ein höherer Aluminiumpreis haben den Umsatz und Gewinn des börsennotierten Aluminiumkonzerns Amag im ersten Quartal kräftig steigen lassen. Der Umsatz erhöhte sich im ersten Quartal 2017 im Vergleich zum Jahr davor um 13 Prozent auf 257,5 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Ertragssteuern schnellte um 96 Prozent auf 15,1 Millionen Euro in die Höhe.

Beim Umsatz übertraf die Amag damit die Analystenerwartungen von im Schnitt 250,7 Millionen Euro, beim Gewinn wurde die Analystenprognose von "knapp unter 16 Millionen Euro" erreicht.

"Die Absatzmenge an Walzwerkprodukten stieg im ersten Quartal 2017 um 7 Prozent, die Lieferungen an die Luftfahrtindustrie legten um 22 Prozent, an die Automobilindustrie um 7 Prozent zu", sagte Amag-Chef Helmut Wieser am Mittwoch in einer Aussendung. Der Absatz der stieg im ersten Quartal um drei Prozent auf 107.100 Tonnen. Im Geschäftsbereich Walzen wurde die Absatzmenge durch das Hochlaufen der erweiterten Anlagen in Ranshofen um 7 Prozent auf 54.500 Tonnen erhöht.

Die Amag profitierte im ersten Quartal auch von einem positiven Marktumfeld. Der Aluminiumpreis lag im Quartalsdurchschnitt um 22 Prozent über dem Mittel des ersten Quartals 2016.

Das Standorterweiterungsprojekt "Amag 2020" mit einem Investitionsvolumen von rund 300 Millionen Euro liegt nach Unternehmensangaben im Budget- und Zeitplan. Das Kaltwalzwerk, die neue Gießanlage und die Finalanlagen sollen im zweiten Quartal 2017 wie geplant in Betrieb gehen. 

Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet der Vorstand eine erneute Steigerung des operativen Ergebnisses. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, und Abschreibungen auf Sachanlagen  soll unter Berücksichtigung der aktuellen, positiven Marktbedingungen in einer Bandbreite zwischen 150 und 160 Millionen Euro liegen, nach 143 Millionen Euro im Vorjahr. Mit der Inbetriebnahme des neuen Kaltwalzwerks und den weiteren Finalanlagen hat der oberösterreichische Aluminiumkonzern auch die Voraussetzung für weiteres Mengenwachstum in den Folgejahren geschaffen. Die Nachfrage nach Primäraluminium und Aluminiumwalzprodukten soll nach Schätzungen des Marktforschungsinstituts CRU im Jahr 2017 um 4 bis 5 Prozent zulegen.

(APA)

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