Kapsch TrafficCom: Gewinn halbiert, Aktie stürzt ab

Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom hat im ersten Quartal weniger verdient als erwartet. CEO Georg Kapsch sieht das Unternehmen trotzdem auf dem richtigen Weg.

Georg Kapsch: im ersten Quaral weniger verdient
Georg Kapsch: im ersten Quaral weniger verdient
Georg Kapsch: im ersten Quaral weniger verdient – APA/GEORG HOCHMUTH

Der börsennotierte österreichische Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahrs 2017/18 zwar mehr Umsatz gemacht, musste aber einen deutlichen Gewinneinbruch hinnehmen. Die Erlöse legten um 7,9 Prozent auf 164,3 Millionen Euro zu, das Periodenergebnis halbierte sich jedoch auf 6,6 Millionen Euro (-46,7 Prozent), wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Das Ergebnis lag unter den Erwartungen der Analysten, die mit neun Millionen Euro Gewinn gerechnet hatten. Dementsprechend fiel die Reaktion an der Börse aus: Die Aktie, vor zwei Wochen noch auf Fünfjahreshoch von 50 Euro, brach am Vormittag um mehr als elf  Prozent auf unter 43 Euro ein.

Kursstürze nach schlechten Ergebnissen und Analystenrückstufungen sind keine Seltenheit: Am Dienstag der Vorwoche hatte die Aktie des Vorarlberger Lichtkonzerns Zumtobel mehr als acht Prozent abgegeben, das Papier der Porr einen Tag später mehr als 15 Prozent.

"Obwohl die Ergebnisse des ersten Quartals 2017/18 aus meiner Sicht nicht zufriedenstellend waren, bin ich überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte CEO Georg Kapsch heute Mittwoch. Verbesserungspotenziale seien erkannt und würden realisiert.

Der operative Gewinn (EBIT) ging um ein Drittel auf 11,7 Millionen Euro zurück. Die EBIT-Marge betrug 7,1 Prozent (Q1 2016/17: 11,6 Prozent). Auch der Free Cashflow des ersten Quartals war mit -4,3 Millionen Euro negativ. Folglich sank auch das Nettoguthaben von 19,6 Millionen Euro auf 13,4 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote stieg von 35 auf 36,2 Prozent.

Mit ein Grund für den Gewinnrückgang: Im Zuge der Verlängerung des Mautvertrages in Tschechien mussten die Preise gesenkt werden. Auch seien in den USA nach der Integration von Schneider Electric die Synergien noch nicht voll realisiert.

(APA)

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