Deutsche Bank warnt vor Investitionen in Bitcoin

Geldanlagen in Bitcoin und andere Kryptowährungen seien nicht mehr als die Hoffnung, dass man irgendeinen Gegenwert bekomme, heißt es bei der Deutschen Bank.

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(c) AFP (ANTHONY WALLACE)

Die Deutsche Bank warnt Privatanleger vor Investitionen in Bitcoin. "Ich würde das dem normalen Anleger schlichtweg nicht empfehlen", sagte ihr Chefanlage-Stratege Ulrich Stephan am Mittwoch in Frankfurt. Geldanlagen in Bitcoin und andere Kryptowährungen seien nicht mehr als die Hoffnung, dass man irgendeinen Gegenwert bekomme.

Die Schwankungen seien zu hoch und der ganze Bereich der Internetwährungen sei noch völlig unreguliert. Er sei verwundert darüber, dass deutsche Anleger zurückhaltend mit Aktien seien, derzeit aber so ein Hype um Bitcoin herrsche.

Der Preis für Bitcoin jagt von einem Rekord zum nächsten. Derzeit kostet die von Computern geschaffene und von keiner Notenbank regulierte Währung rund 8.200 Dollar (rund 7.000 Euro). Experten halten einen Anstieg auf 10.000 Dollar für möglich.

Preistreiber sind nach Meinung von Fachleuten zunehmende Spekulationen auf einen Terminkontrakt für Bitcoin an der renommierten Börse CME. Sie will nach eigenen Angaben bis Ende des Jahres einen Bitcoin-Future auflegen. Das könnte dazu führen, dass Kryptowährungen allgemein stärker anerkannt werden.

 

Malaysia reguliert

Malaysia will den Handel mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen regulieren. Personen und Unternehmen, die Cyberwährungen in konventionelles Geld umtauschen wollen, sollen dies ab dem kommenden Jahr melden, wie die Zentralbank des Landes am Mittwoch ankündigte. Damit sollen etwa Geldwäsche und Terrorismus-Finanzierung eingedämmt werden.

Ab wann genau die Vorschriften gelten sollen, stehe noch nicht fest.

Kryptowährungen wie Bitcoin werden von Computernutzern rund um den Globus geschaffen, keine Zentralbank oder Regierung steht für sie ein. Da Beträge schnell und anonym transferiert werden können, sind diese Devisen auch für Nutzer interessant, die illegale Geschäfte betreiben oder Kapitalkontrollen umgehen wollen. In Malaysia hat die Terrorismus-Finanzierung in den vergangenen Monaten nach Angaben der Zentralbank zugenommen.

 

(Reuters)

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