Mehr Gold bei Deutscher Börse

Deutsche Börse lagert um 50 Prozent mehr Gold als vor einem Jahr.

Symbolbild.
Symbolbild.
Symbolbild. – (c) APA/ROBERT JAEGER (ROBERT JAEGER)

Frankfurt. Die rasante Nachfrage hat die Goldbestände der Deutschen Börse 2017 auf einen Höchststand getrieben. Zum Jahresende lagerten gut 175 Tonnen des Edelmetalls in den Tresoren des Unternehmens in Frankfurt, wie die Deutsche Börse am Mittwoch mitteilte. Das waren fast 50 Prozent mehr als zum Jahresende 2016, als die Goldbestände bei knapp 117,6 Tonnen gelegen hatten.

Neues Gold kommt bei der Deutschen Börse immer dann hinzu, wenn Anleger die sogenannte Xetra-Gold-Anleihe erwerben. Für jeden Anteilschein wird ein Gramm des Edelmetalls hinterlegt. Aktueller Wert der Goldbestände: rund 6,1 Milliarden Euro.

„Der Anstieg liegt vor allem an der hohen Nachfrage von institutionellen Investoren“, sagte Michael König, Geschäftsführer der Deutsche Börse Commodities GmbH, der Emittentin von Xetra-Gold. Indes zeigten auch immer mehr Vermögensverwalter, Betreuer großer Familienvermögen und Privatanleger Interesse an Gold als Anlageklasse.

 

Niedrige Zinsen helfen

Gold gilt in turbulenten Zeiten als sicherer Hafen. Zudem werfen Anlagen wie Sparbuch oder Tagesgeld wegen der extrem niedrigen Zinsen kaum noch Rendite ab. Der Goldpreis hat am Mittwoch seinen Höhenflug der vergangenen Handelstage fortgesetzt und den höchsten Stand seit über drei Monaten erreicht. Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) stieg zeitweise bis auf 1321,56 US-Dollar (1095,37 Euro). Damit war das Edelmetall so teuer wie seit Mitte September nicht mehr.

Seit einem Jahr hat der Goldpreis um 13 Prozent zugelegt. Allerdings nur auf Dollarbasis. Anleger aus der Eurozone müssen sich mit einem mageren Plus von einem Prozent beim Wert ihres Goldes zufriedengeben. Seit seinem Euro-Allzeithoch im Jahr 2012 hat der Goldpreis etwa ein Fünftel verloren.

Zugleich liegt er um 26 Prozent unter seinem Dollar-Allzeithoch aus dem Jahr 2011. Noch rasanter ging es seitdem mit dem Silberpreis nach unten. Eine Feinunze Silber kostete zuletzt 17 Dollar und damit nicht einmal halb so viel wie 2011. (DPA/b. l.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.01.2018)

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