Neuer Börsenschock: DAX und ATX brechen ein

Der deutsche Leitindex fällt mehr als 300 Punkte. Auch der heimische ATX rutscht deutlich unter 3500 Punkte.

The German share price index, DAX board, is seen at the stock exchange in Frankfurt
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The German share price index, DAX board, is seen at the stock exchange in Frankfurt
Dax fällt um mehr als 300 Punkte – REUTERS

Der deutsche Aktienmarkt ging am Donnerstag erneut in den Abwärts-Modus über.  Der DAX 30 schloss mit einem kräftigen Abschlag von 2,62 Prozent bei 12.260,29 Zählern, nachdem er bereits zum Handelsstart nachgegeben hatte. Damit folgte der deutsche Leitindex der schwachen Wall Street, die weiterhin als Schrittmacher für die globalen Börsen fungiert.

Auch der heimische Leitindex ATX konnte nicht an die Erholungsbewegung vom Vortag anknüpfen. Bis zur Schlussglocke hat sich ein Verlust von 3,13 Prozent bei 3.398,48 Punkten aufgebaut hat. Die Erholungsbewegung vom Vortag erwies sich somit nicht als dauerhaft. Am Donnerstag knüpfte der ATX wieder an seinen Kursrutsch vom Dienstag an. Marktbeobachter verwiesen dazu neuerlich auf die steigenden Anleiherenditen in den USA. So sei der erneute kurzfristige Sprung der Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen auf neues Wochenhoch "nicht hilfreich" gewesen, kommentierte der Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets.

Nach der schwachen Eröffnung an den New Yorker Aktienbörsen rutschte der ATX noch tiefer in die Verlustzone, nachdem er zuvor schon klar im roten Bereich tendiert hatte. Im Eröffnungshandel fiel der heimische Leitindex unter die 3.500-Punkte-Marke, kurz vor Handelsschluss rasselte er dann auch noch unter die Marke von 3.400 Zählern. Der ATX büßte damit sämtliche Gewinne seit Jahresbeginn ein und weist nunmehr ein leicht negative Jahresperformance für 2017 von gut einem halben Prozent auf.

Leitbörsen im Rückwärtsgang

Auch die übrigen wichtigsten Börsenindizes befanden sich gegen 17.30 Uhr im Rückwärtsgang: Dow Jones/New York -1,48 Prozent, FTSE/London -,149 Prozent und CAC-40/Paris -2,24 Prozent.

Auch Chartexperte Christian Schmidt von der Helaba befürchtete, dass der DAX noch nicht alles hinter sich hat. Dafür spreche seine Beobachtung, dass die Mehrheit der 30 DAX-Titel gegenwärtig unterhalb ihres langfristigen Trends notiert. In einer mittelfristigen Betrachtung seien fast alle Mitglieder auf einem negativen Weg, fügte er hinzu. All dies spreche gegen größere Chancen "auf der Oberseite", so der Analyst.

 

 

 

 

(APA/dpa-AFX/Reuters)

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