Von A(ndritz) bis Z(umtobel): Wiener Börse startet den ATX Family

14 börsenotierte Unternehmen, an denen Gründerfamilien, Vorstände oder Aufsichtsratsmitglieder zwischen 25 und 75 Prozent der Aktien halten, sind im neuen Benchmark-Index ATX Family abgebildet.

Wolfgang Leitner kontrolliert als CEO und Kernaktionär den Grazer Technologiekonzern Andritz
Wolfgang Leitner kontrolliert als CEO und Kernaktionär den Grazer Technologiekonzern Andritz
Wolfgang Leitner kontrolliert als CEO und Kernaktionär den Grazer Technologiekonzern Andritz – APA/HERBERT NEUBAUER

Die Wiener Börse startet heute die Berechnung fünf neuer Benchmark-Indizes. Das Konzept ATX Family ergänzt die Indexpalette der Wiener Börse um einen Barometer für die größten börsennotierten Familienunternehmen. Für den Indexkorb qualifizieren sich alle im Segment prime market notierten Unternehmen. In den Index aufgenommen werden jene, an denen Gründerfamilien, Vorstände oder Aufsichtsratsmitglieder zwischen 25 und 75 Prozent der Aktien halten. Die Start-Zusammensetzung besteht aus 14 Unternehmen, der Branchenmix ist breit. Zu den größten Firmen zählen Andritz, Mayr-Melnhof Karton, Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment, Palfinger und Zumtobel. Anhand des Familienindex können Anleger, Wirtschaftsexperten und auch die Öffentlichkeit die Entwicklung und Leistung jener Emittenten noch besser verfolgen, deren Ursprung in einem Familienunternehmen liegt.

"Familienunternehmen werden häufig für private Unternehmen gehalten, dabei sind Familienunternehmen und Börse kein Widerspruch. Im Gegenteil, mit Andritz, Schoeller-Bleckmann und Zumtobel sind drei international erfolgreiche Unternehmen im österreichischen Leitindex vertreten. Internationale Investoren begrüßen stabile Kernaktionäre", sagt Christoph Boschan, CEO der Wiener Börse.

Sowohl der neue ATX Family, als auch der top-liquide ATX five, werden zusätzlich zur Preisindexvariante auch als Performanceindizes – also inklusive Dividendenzahlungen – berechnet. Preisindizes spiegeln die reine Kursentwicklung der zugrundeliegenden Aktien wider, während Total-Return-Indizes zusätzlich die vollständige Reinvestition der Dividenden berücksichtigen und Net Return-Indizes die steuerbereinigte Reinvestition der Dividenden abbilden. Die neue Produktentwicklung stößt in der Industrie bereits auf Interesse, berichtet die Börse. So plane UniCredit strukturierte Produkte auf die neuen Benchmarks zu begeben, was diese für Anleger handelbar mache.

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