Wiener Börse: ATX dreht im Späthandel ins Minus

Nach einer schwachen Eröffnung in New York kam es zu einer Stimmungseintrübung, Die Rosenbauer-Aktien notierten nach Zahlen im Minus.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Die Wiener Börse hat am Dienstag im Minus geschlossen. Der ATX fiel um 14,48 Punkte oder 0,43 Prozent auf 3.385,63 Einheiten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,49 Prozent, DAX/Frankfurt -0,46 Prozent, FTSE/London -0,13 Prozent und CAC-40/Paris -0,30 Prozent.

Über weite Strecken des Handelstages trotzte der heimische Leitindex dem verhaltenen europäischen Börsenumfeld und notierte höher. Am Nachmittag trübte sich jedoch europaweit die Stimmung ein, nachdem die New Yorker Börsen im Minus eröffnet hatten. Der ATX rutschte daraufhin in den roten Bereich.

Am morgigen Mittwoch dürften Inflationszahlen aus den USA in den Mittelpunkt rücken. Befürchtungen, dass die Inflation in den USA anziehen und die Notenbank Fed zu einer schnellen geldpolitischen Straffung gezwungen werden könnte, waren in der Vorwoche ein Mitgrund für den Kursrutsch an den Aktienmärkten gewesen.

Versicherer schwach

Bei den Einzelwerten in Wien rutschten Rosenbauer-Aktien um 1,12 Prozent auf 53,00 Euro ab. Die vorgelegten vorläufigen Geschäftszahlen für 2017 seien schwach ausgefallen, kommentierte Baader-Bank-Analyst Christian Weiz. Die Restrukturierung des Unternehmens sei aber schon eingeleitet und dürfte sich in den nächsten Quartalen positiv auswirken. Vorerst bleibe er aber vorsichtig, begründet der Baader-Experte seine "Hold"-Empfehlung für die Titel des Feuerwehrausrüsters. Im Vorfeld der Zahlenvorlage hatten die Papiere am Montag über sechs Prozent zugelegt.

Am Abend wird noch die Telekom Austria ihre Bücher öffnen. Für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2017 erwarten Analysten einen Nettoverlust bei stabilen Umsätzen. Im Vorfeld der Zahlenvorlage gab die Telekom-Aktie 1,44 Prozent auf 7,54 Euro nach.

Im Branchenvergleich zeigten sich die Versicherungsaktien besonders schwach: Vienna Insurance verloren 2,04 Prozent auf 26,84 Euro und UNIQA gaben um 1,97 Prozent auf 9,48 Euro nach. Versorgertitel erfreuten sich hingegen guter Nachfrage. So steigen EVN um 4,30 Prozent auf 16,50 Euro und Verbund legten um 3,24 Prozent auf 21,64 Euro zu.

Stärkster Wert im prime market waren jedoch Do & Co mit einem Plus von 4,98 Prozent auf 52,70 Euro. Das Cateringunternehmen wird am Donnerstag Zahlen für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2017/18 vorlegen.

(APA)

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