Wiener Börse zum Schluss: ATX nach bewegtem Handelstag knapp im Plus

Im Frühhandel hatte der ATX zunächst klar zugelegt, die Gewinne bröckelten bis Mittag jedoch weitgehend wieder ab.

Inside The Wiener Boerse AG Stock Exchange
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Bloomberg

Die Wiener Börse hat am Mittwoch knapp im Plus geschlossen. Der ATX stieg um 2,24 Punkte oder 0,07 Prozent auf 3.387,87 Einheiten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,18 Prozent, DAX/Frankfurt +1,33 Prozent, FTSE/London +0,64 Prozent und CAC-40/Paris +1,33 Prozent.

Somit endete ein abwechslungsreicher Handelstag in Wien doch noch im grünen Bereich. Im Frühhandel hatte der ATX zunächst klar zugelegt, die Gewinne bröckelten bis Mittag jedoch weitgehend wieder ab. Die am Nachmittag veröffentlichten US-Inflationsdaten ließen den heimischen Leitindex dann klar in die Verlustzone abrutschten. Erst kurz vor Handelsschluss drehte der ATX wieder ins Plus.

Die US-Inflationszahlen waren aufgrund der jüngsten Börsenturbulenzen mit Spannung erwartet worden. Die Befürchtung, dass eine anziehende Inflation die US-Notenbank Fed zu rascheren Zinserhöhungen zwingen würde, war Analysten zufolge ein Hauptgrund für die Nervosität am Markt. Im Jänner lag die Inflationsrate nun bei 2,1 Prozent und damit am Niveau vom Vormonat. Analysten hatten hingegen einen Rückgang auf 1,9 Prozent erwartet.

Auf Unternehmensseite rückte die Telekom Austria in den Mittelpunkt. Sie hat 2017 zwar den Umsatz um 4,1 Prozent gesteigert. Das Nettoergebnis ging aber nach der Abschreibung von Markenwerten deutlich von 413,2 Mio. Euro auf 345,5 Mio. Euro zurück. Ohne Markenwertabschreibung wäre das Nettoergebnis um 13,4 Prozent gestiegen. Die Anleger zeigten sich dennoch wenig begeistert, die Aktie gehörte mit einem Minus von 1,46 Prozent auf 7,43 Euro zu den schwächsten Werten im prime market.

Am morgigen Donnerstag wird die Berichtssaison mit den vorläufigen Jahresergebnissen der Valneva sowie den Neunmonatszahlen von Do & Co fortgesetzt. Die Titel der Valneva stiegen im Spitzenfeld des prime market um 2,15 Prozent auf 46,94 Euro, während die Aktien der Do & Co mit einem Kursabschlag von 1,52 Prozent auf 51,90 Euro zu den größten Verlierern gehörten.

Außerdem wird die Strabag unter anderem Zahlen zu Leistung und Auftragsbestand für 2017 veröffentlichten. Die Aktie ging im Vorfeld kaum verändert mit einem Plus von 0,15 Prozent bei 32,65 Euro aus dem Handel.

Eine neue Analysteneinschätzung lag zur Semperit vor. Die Erste Group hat ihr Kursziel für die Titel des Gummi- und Kautschukherstellers von 23,60 auf 17,00 Euro gekürzt. Die Anlageempfehlung "Reduce" wurde bestätigt. Die Semperit-Papiere verloren 0,56 Prozent auf 17,62 Euro.

(APA)

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