Wiener Börse: ATX schließt schwächer

Die Berichtssaison stand im Fokus. Verbund, EVN waren nach den Verbund-Zahlen gesuch,t, RBI und Lenzing notieren nach der Ergebnisvorlage schwach.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Die Wiener Börse hat am Mittwoch schwächer geschlossen. Der ATX fiel 22,19 Punkte oder 0,64 Prozent auf 3.426,19 Einheiten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,95 Prozent, DAX/Frankfurt +0,13 Prozent, FTSE/London -0,09 Prozent und CAC-40/Paris -0,17 Prozent.

Europas Börsen zeigten sich nur wenig bewegt, die Sorgen wegen der jüngsten politischen Querelen in Washington nach dem Rauswurf von Außenminister Rex Tillerson durch Präsident Donald Trump dürften hier schon verdaut sein. Für Bewegung in Wien sorgte hingegen die laufende Ergebnisberichtssaison.

Stark gesucht waren nach Meldung von Jahreszahlen des Verbunds etwa die Versorger. Verbund schlossen 3,68 Prozent fester bei 23,12 Euro. EVN gewannen 3,83 Prozent auf 16,26 Euro. Der Verbund hat 2017 aufgrund von Einmaleffekten weniger Gewinn ausgewiesen. Angesichts der guten operativen Ergebnisentwicklung wurde aber eine Erhöhung der Dividende von 0,29 Euro im Vorjahr auf 0,42 Euro je Aktie vorgeschlagen. Gute Nachfrage gab es bei den Schwergewichten auch in voestalpine (plus 1,34 Prozent) und Wienerberger (plus 1,32 Prozent).

Rosenbauer größter Verlierer

Negativ wurden an der Börse die Zahlen von Lenzing und Raiffeisen Bank International (RBI) aufgenommen. Lenzing-Aktien verloren 2,60 Prozent auf 101,10 Euro. Höhere Faserpreise und ein allgemein günstiges Marktumfeld haben Lenzing 2017 ein Rekordjahr beschert.

RBI-Aktien büßten bei gutem Volumen 2,20 Prozent auf 31,12 Euro ein. Für 2017 hat der Bankkonzern am Mittwoch einen Milliardengewinn berichtet. Auch mit dem Risikoabbau ist die Bank, die voriges Jahr die Fusion mit der Raiffeisen Zentralbank (RZB) durchgezogen hat, in den vergangenen Jahren vorangekommen.

Die größten Verlierer im prime market waren Rosenbauer mit einem Minus von 4,91 Prozent auf 50,40 Euro. Der Feuerwehrausrüster ist mit "Unregelmäßigkeiten in einer Beteiligungsgesellschaft in Deutschland" konfrontiert und muss "aus Basis der bisherigen Erkenntnisse" 3,5 Mio. Euro abschreiben, meldete die Firma am Mittwochnachmittag.

Deutliche Verluste sahen auch Kapsch TrafficCom (minus 3,45 Prozent). Bei höherem Volumen schwach schossen OMV (minus 2,68 Prozent).

(APA)

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