US-Behörden untersuchen Danske Bank

Riesiger Geldwäscheskandal bringt Aktie unter Druck.

Die dänischen Behörden ermitteln bereits gegen das Institut.
Die dänischen Behörden ermitteln bereits gegen das Institut.
Die dänischen Behörden ermitteln bereits gegen das Institut. – REUTERS

Kopenhagen/NewYork. Neue Schlagzeilen im Geldwäscheskandal bei der Danske Bank: Das „Wall Street Journal“ berichtete, dass einige US-Behörden (Justizministerium, Finanzministerium und die Börsenaufsicht SEC) gewaltige Geldflüsse aus Russland und ehemaligen Sowjetstaaten, die über die Bankniederlassung in Estland gelaufen sein sollen, untersuchen.

Auslöser der Untersuchungen in den USA soll ein Hinweis eines Whistleblowers gewesen sein. Daraufhin fielen die Aktien der größten dänischen Bank am Freitag um gut fünf Prozent.

Dänemarks größte Bank wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Die dänischen Behörden ermitteln bereits gegen das Institut. Die „Financial Times“ hatte zuvor unter Berufung auf eine unabhängige Untersuchung berichtet, das Geldhaus habe über seine Niederlassung in Estland allein 2013 bis zu 30 Mrd. Dollar abgewickelt. Das vermutlich aus Russland und der frühen Sowjetunion stammende Geld kam demnach von Personen, die nicht in dem EU-Land ihren Wohnsitz hatten.

Das Geldhaus will noch in diesem Monat die Ergebnisse seiner Untersuchungen vorlegen. In einer früheren Stellungnahme hieß es, dass die Vorgänge sehr komplex seien. Anlässlich der Quartalsberichterstattung im Juli hatte Danske Bank angekündigt, auf Gewinne zu verzichten, die im Zusammenhang mit dem Skandal stehen. (ag.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.09.2018)

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