Baukonzern Strabag überrascht mit höherer Gewinnprognose

Die Geschäfte laufen weit besser als erwartet, weshalb Österreichs größter Baukonzern die Latte höher legt. Ein neues Rekordjahr ist in Sicht, sagt der Strabag-Chef.

REUTERS

Österreichs größter Baukonzern, die Strabag, legte am Donnerstag überrachend gute Zahlen für die ersten drei Quartale 2018 auf den Tisch. Der Umsatz stieg um 14 Prozent, die Leistung um 15 Prozent auf 11,646 Milliarden Euro, der Auftragsstand um 13 Prozent auf 18,16 Milliarden Euro. Ausschlaggebend dafür waren einmal mehr zahlreiche Großaufträge in den größten Märkten des Konzerns, allen voran in Deutschland, Polen und Ungarn.  Noch erfreulicher sind die Zuwächse auf der Ergebnisseite. Das EBITDA erhöhte sich um 27 Prozent auf 571,43 Millionen Euro. Das EBIT verbesserte sich um 75 Prozent auf 298,89 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis wurde mehr als verdoppelt, das Ergebnis nach Steuern kletterte um 116 Prozent auf 187,76 Millionen Euro. Das Konzernergebnis: 178,33 Millionen Euro, im Vorjahr lag der Gewinn nach neun Monaten bie 82,1 Millionen Euro.

Kein Wunder also, dass Strabag-Chef Thomas Birtel zufrieden ist: "Ein dynamisches Geschäft in unserem mit Abstand größten Markt Deutschland, die weiterhin gute Nachfrage in den zentral- und osteuropäischen Ländern, ein allerorts günstiges Bauwetter und der Wegfall von Ergebnisbelastungen aus dem internationalen Geschäft kennzeichnen das bisherige Geschäftsjahr. All dies veranlasst uns dazu, unseren Ausblick auf das Gesamtjahr 2018 anzupassen: Die Leistung dürfte nun auf spürbar über 15,0 Milliarden Euro steigen, und bei der operativen EBIT-Marge wollen wir zumindest den Wert des Vorjahrs von 3,3 Prozent erreichen. Damit stehen wir voraussichtlich erneut vor einem Rekordjahr."

Er weist zudem darauf hin, dass in der operativen Marge ein nicht-operativer, einmaliger Aufwertungsgewinn im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, der sich aus der Vollkonsolidierung einer Konzessionsgesellschaft in Deutschland ergibt, nicht inkludiert ist. Bisher war Birtel davon ausgegangen, dass heuer eine EBIT-Marge von rund drei Prozent erreicht wird.

 Die Strabag beschäftigt rund 73.000 Mitarbeiter. Der Konzern ist an der Börse 3,33 Milliarden Euro wert. Im Vorjahr wurden bei 13,5 Milliarden Euro Umsatz 279 Millionen Euro verdient, was den Anlegern eine Rekorddividende von 1,30 Euro je Aktie einbrachte.

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