US-Börsen vor schlechtestem Dezember seit 1931

Die wichtigen Indizes Dow Jones und S&P 500 sind zu Wochenbeginn erneut gefallen. Anleger sorgen sich um die Konjunktur.

Händler an der Wall Street
Händler an der Wall Street
imago/UPI Photo

Die US-Börsen haben am Montag erneut tiefrot geschlossen. Die wichtigsten Indiszes an der Wall Street fielen um mehr als zwei Prozent. Der weltbekannteste Börsenindex Dow Jones rasselte auf das tiefste Niveau seit Anfang Mai. In zwei Tagen brach der Index damit um mehr als beachtliche 1.000 Punkte ein. Auch der 500 Werte umfassende S&P 500 fiel - auf den niedrigsten Stand seit 14 Monaten. Sorgen über die weitere Entwicklung der Weltkonjunktur strüben die Stimmung deutlich.

Laut Finanzinformationsdienst CNBC steuern der Dow Jones-Index und der S&P-500 auf die schwächste Dezember-Performance seit der "Großen Depression" im Jahr 1931 zu. Beide US-Leitindizes büßten im letzten Monat des Jahres bis dato um etwa sieben Prozent ein.

Zum Wochenstart drückten enttäuschende Konjunkturnachrichten aus den USA auf die Kurse. So trübte sich Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York im Dezember spürbar ein. Auch die Lage am US-Häusermarkt verschlechterte sich etwas.

Die Anleger blicken zudem schon auf die kommenden Tage. Vor der am Markt erwarteten nächsten Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed zur Wochenmitte verhielten sich die Investoren mit neuen Aktienengagements zurückhaltend.

Im Dow Jones konnte am Montag keiner der vertretenen 30 US-Blue Chips zulegen. Mindestens dreiprozentige Kursabschläge mussten American Express, Cisco, IBM, Procter & Gamble und Walgreens hinnehmen.

Eine Gewinnwarnung des britischen Online-Händlers Asos und eine generell schlechte Stimmung unter Anlegern für die Branche lasteten auch am US-Markt auf Konsumtiteln. Papiere von Nike beispielsweise waren mit einem Abschlag von 3,6 Prozent unter den schwächsten Titel im Dow.

(APA/Reuters)

Meistgekauft
    Meistgelesen
      Kommentar zu Artikel:

      US-Börsen vor schlechtestem Dezember seit 1931

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.