Cannabis: Eine Branche wird erwachsen

In der Cannabis-Branche herrschte Goldgräberstimmung. Nun ist der anfängliche Hype an der Börse allerdings vorbei.

Die Aktien der Cannabis-Firmen haben an der Börse teilweise mehr als die Hälfte an Wert eingebüßt.
Die Aktien der Cannabis-Firmen haben an der Börse teilweise mehr als die Hälfte an Wert eingebüßt.
Die Aktien der Cannabis-Firmen haben an der Börse teilweise mehr als die Hälfte an Wert eingebüßt. – REUTERS

Frankfurt. In der Cannabis-Branche herrschte Goldgräberstimmung. Anleger, die ihr Geld in börsenotierte Produzenten steckten, konnten sich in den vergangenen zwei Jahren eine goldene Nase verdienen. Inzwischen ist etwas Ernüchterung eingekehrt: Seit Kanada im Oktober als weltweit erste große Industrienation den Cannabis-Konsum vollständig freigab, gingen die Kurse nach unten, auch wegen schwächerer Geschäftszahlen als erwartet.

Ab Anfang 2017 bis zu den Höchstständen im Oktober dieses Jahres legten die Aktien von Branchengrößen wie Canopy Growth und Aurora Cannabis um 670 Prozent beziehungsweise 650 Prozent zu. Seitdem haben die Aktien der Cannabis-Firmen an der Börse aber teilweise mehr als die Hälfte an Wert eingebüßt.

Der nordamerikanische Marijuana Index hat seit seinem Rekordhoch im Herbst rund die Hälfte verloren. CMC-Analyst Jochen Stanzl spricht von einer Blase, die geplatzt ist: „Von der Psychologie war das vergleichbar mit Bitcoin.“

Einig sind sich Experten aber, dass es sich bei Cannabis im Gegensatz zu Bitcoin um ein echtes Produkt mit großem Marktpotenzial handelt. Die Nachfrage ist riesig – als Genussmittel sowieso, aber immer mehr auch zu medizinischen Zwecken. (APA/Reuters/ag.)


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("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.12.2018)

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