Silber hat schon einmal mehr geglänzt

Edelmetalle. Silber ist schon lang nicht mehr der Inbegriff von Reichtum. Eine sinkende Nachfrage hat dem Silberpreis auch im Vorjahr zugesetzt. Vor allem bei Käufern von Münzen und Barren hat das Interesse nachgelassen.

Die Nachfrage nach Silber dürfte im Vorjahr um drei Prozent auf 963 Millionen Unzen gefallen sein, wie aus Daten des Silver Institute hervorgeht.
Die Nachfrage nach Silber dürfte im Vorjahr um drei Prozent auf 963 Millionen Unzen gefallen sein, wie aus Daten des Silver Institute hervorgeht.
Die Nachfrage nach Silber dürfte im Vorjahr um drei Prozent auf 963 Millionen Unzen gefallen sein, wie aus Daten des Silver Institute hervorgeht. – (c) Reuters / Grafik: "Die Presse"

Wien. Jahrhundertelang war Silber richtig viel wert. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts lag die Gold-Silber-Ratio meist unter 20. Das bedeutet, dass man um weniger als 20 Unzen Silber bereits eine Unze Gold erhielt. Währungen waren vielfach durch Silber gedeckt. All das erklärt den Mythos des Silbers, das heute noch neben Gold als Inbegriff des Reichtums gilt, obwohl der Glanz von Silber merklich nachgelassen hat.
Wer heute ein paar Silbermünzen sein Eigen nennt, kann sich längst nicht mehr reich nennen. Er müsste derzeit schon 82 Silbermünzen besitzen, um eine einzige gleich schwere Goldmünze erwerben zu können. Die Gold-Silber-Ratio liegt damit auch deutlich über dem Schnitt von 1970 bis heute. In diesem Zeitraum war Gold durchschnittlich 58 Mal so teuer wie Silber, wie Bloomberg-Daten zeigen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.01.2019)

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