Umfrage: Lieber ein Haus als ein Sparbuch

Immobilien haben im Beliebtheitsranking der österreichischen Anleger das Sparbuch und den Bausparvertrag überholt. Kryptowährungen liegen ganz hinten.

43 Prozent der Befragten halten es für eine gute Idee, in eine Eigentumswohnung bzw. ein Haus zu investieren.
43 Prozent der Befragten halten es für eine gute Idee, in eine Eigentumswohnung bzw. ein Haus zu investieren.
43 Prozent der Befragten halten es für eine gute Idee, in eine Eigentumswohnung bzw. ein Haus zu investieren. – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Wien. Das Meinungsforschungsinstitut GfK Austria befragt die Österreicher regelmäßig, was sie für attraktive Anlageformen halten (unabhängig davon, was sie tatsächlich haben). Jahrelang lagen Sparbuch und Bausparvertrag vorn. Doch in den vergangenen Jahren haben Immobilien den beiden Langzeitdauerbrennern den Rang abgelaufen. 43 Prozent der Befragten halten es für eine gute Idee, in eine Eigentumswohnung bzw. ein Haus zu investieren, 37 Prozent halten Grundstücke für attraktiv.

„Je niedriger das Zinsniveau, desto attraktiver die Veranlagung in feste Werte", stellt Ursula Swoboda von GfK Austria fest. „Erinnerungen an eine Immobilienkrise rücken da selbst bei den sicherheitsorientierten Österreichern weit in den Hintergrund."

Der Bausparvertrag ist auf dem dritten Platz gelandet, ein Drittel spricht ihm noch zu. Während das Sparbuch abgerutscht ist und von 27 Prozent im Jahr 2014 auf zuletzt 20 Prozent gefallen ist, hat das Onlinesparkonto aufgeholt und erfreut sich bei 28 Prozent der Befragten großer Beliebtheit. Zwischen die beiden Sparformen haben sich Gold, Investmentfonds und der Sparstrumpf („zu Hause sparen") geschoben.

Auch die Attraktivität von Aktien ist gewachsen. Zwar gefällt diese Anlageklasse nur einer Minderheit von 18 Prozent, vier Jahre zuvor waren es aber erst 13 Prozent. Die starken Börsenanstiege der vergangenen Jahre dürften in die Aufmerksamkeit der Anleger gerückt sein. 17 Prozent halten Lebensversicherungen für interessant, 14 Prozent die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge.

Erstmals wurde die Beliebtheit von Kryptowährungen abgefragt. Der Bitcoin-Kurs hatte im Jahr 2017 mit fast 20.000 Dollar einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Im Folgejahr ging es aber nach unten. Zuletzt kostete ein Bitcoin nur noch knapp 3500 Dollar. Das schlug wohl auch auf die Anlegerstimmung durch: Nur fünf Prozent halten Kryptowährungen für eine interessante Anlageform. (b. l.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.02.2019)

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