Frustrierte Anleger werfen Zumtobel-Aktien aus ihren Depots

Leuchtenhersteller Zumtobel verzeichnet im dritten Quartal fast 15 Millionen Euro Verlust. Die Erlöse sind rückläufig. Die Aktie bricht ein.

Der Vorarlberger Leuchtenkonzern Zumtobel hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahrs 2018/19 weniger Umsatz gemacht als im gleichen Vorjahreszeitraum, der Verlust weitete sich von 9,3 Millionen Euro auf 14,8Millionen Euro aus. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Über drei Quartale betrachtet betrug der Verlust 6,1 Millionen Euro, nach 1,7 Millionen Euro im Vorjahr. Für Anleger sind diese Zahlen eine herbe Enttäuschung. Zumtobel wird an der Börse abgestraft. Die Aktie verliert am Dienstag bei hohem Volumen mehr als zehn Prozent. Das Unternehmen, das knapp 6000 Mitarbeiter beschäfigt, ist nun an der Börse knapp mehr als 300 Millionen Euro wert.

Der Gruppenumsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2018/19 belief sich auf 863,8 Millionen Euro (-4,9 Prozent). Als Gründe für den Rückgang werden unter anderem ein intensiver Preiswettbewerb in der Beleuchtungsindustrie sowie deutlich weniger Umsätze in dem für Zumtobel wichtigsten Absatzmarkt Großbritannien genannt, wo um 14 Prozent weniger erlöst wurde.

Das um Sondereffekte bereinigte Gruppen-EBIT steigt in den ersten neun Monaten 2018/19 auf 23,9 Millionen Euro (nach 20,5 Millionen Euro). Die Vertriebs- und Verwaltungskosten sanken im Vergleich zum Vorjahr um 21,9 Millionen Euro (8 Prozent).

Die aus den Restrukturierungsmaßnahmen - Personalreduktion im Management und die stufenweise Schließung der Produktion im burgenländischen Komponentenwerk in Jennersdorf - resultierenden negativen Sondereffekte betrugen in drei Quartalen 16,8 Millionen  Euro.

Trotz der bereits durchgeführten Einsparmaßnahmen sei das Unternehmen noch nicht an einer kompetitiven Kostenbasis angelangt, sagte CEO Alfred Felder laut Aussendung. Darum soll die Fertigung im chinesischen Leuchtenwerk Guangzhou bis Ende des Geschäftsjahres 2018/19 auf eine minimale Auslastung für die Fertigung von Kleinserien heruntergefahren werden.

Für das Gesamtjahr 2018/19 erwartet der Zumtobel-Vorstand beim bereinigten Gruppen-EBIT eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (GJ 2017/18: 19,7 Millionen Euro). Mittelfristig wird eine EBIT-Marge von rund 6 Prozent bis zum Geschäftsjahr 2020/2021 angepeilt.

(APA)

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