Sberbank Europe verdient am meisten in Tschechien und Serbien

Die Sberbank Europe mit Sitz in Wien hat im Vorjahr 34 Millionen Euro verdient. Sie hat bereits mehr als 700.000 Kunden.

Die Sberbank Europe hat ihren Sitz in Wien
Die Sberbank Europe hat ihren Sitz in Wien
Die Sberbank Europe hat ihren Sitz in Wien – PEROUTKA Guenther / WB

Die zur größten russischen Bankengruppe zählende Sberbank Europe mit Sitz in Wien hat 2018 einen Nettogewinn von 34 Millionen Euro erzielt - das war ihr erfolgreichstes Geschäftsjahr seit dem Markteintritt in Mitteleuropa durch die Übernahme der Volksbank International (VBI) im Jahr 2012.

Alle Töchter mit Ausnahme jener in Tschechien hätten ihre Gewinne gesteigert, allerdings komme aus Tschechien der größte Ergebnisbeitrag, teilte die Sberbank am Mittwoch mit.

Tschechien trug demnach 14,7 Millionen Euro zum Jahresüberschuss bei, Serbien 11,1 Millionen Euro, Ungarn 4,3 Millionen Euro, Slowenien 8,1 Millionen Euro und Kroatien 6,2 Millionen Euro. Aus der Föderation Bosnien und Herzegowina kamen 3,6 Millionen Euro und aus der Republika Srpska (dem serbischen Landesteil Bosnien-Herzewoginas) 2,6 Millionen Euro.

Ein strategisches Ziel der Sberbank Europe im Jahr 2018 war die Stärkung des Geschäfts in Zentral- und Südosteuropa. "Diese Strategie ist voll aufgegangen", sagte CEO Sonja Sarközi laut Mitteilung. "Die verstärkten Aktivitäten im regionalen Privatkunden-und KMU-Geschäft waren einer der maßgeblichen Gründe für den Erfolg unserer Tochterbanken."

 

Neue Kunden gewonnen

Die aktive Kundenbasis wuchs im Vergleich zu 2017 um 7,4 Prozent auf 702.000 Privatkunden, wobei die meisten Neukunden in Tschechien, Serbien und Ungarn gewonnen wurden. Das Brutto-Retailkreditvolumen wuchs um 13,7 Prozent auf fast knapp 3,9 Milliarden Euro im Jahr 2018. Mit einem Plus von 25,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr stieg vor allem die Nachfrage nach Verbraucherkrediten deutlich. Insgesamt war das Kreditvolumen des Konzerns (Privatkunden-, KMU- und Firmenkunden) als Konsequenz der planmäßigen Reduktion des Firmenkundenportfolios in Österreich im Jahresvergleich jedoch leicht rückläufig.

Die NPL-Quote des Konzerns verbesserte sich von 11,0 auf 7,3 Prozent, die Risikovorsorgen verringerten sich um 103,6 Millionen Euro auf 51,4 Millionen  Euro. Mit einer harten Kernkapitalquote (CET1) von 16,6 Prozent liege man deutlich über allen regulatorischen Anforderungen, heißt es weiter. Am 31. Dezember 2018 hatte die Sberbank Europe Group eine Bilanzsumme von 11,7 Milliarden Euro.

(APA)

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