Glencore fördert weniger Kupfer und mehr Kohle

Der Bergbaukonzern hat die Jahresprognose für die Produktion von Kupfer und Nickel nach unten korrigiert.

Der weltgrößte Rohstoffhändler und Bergbaukonzern Glencore hat zum Jahresbeginn 2019 bei den meisten Rohstoffen mehr oder gleich viel wie im Vorjahr gefördert. Nur bei Kupfer und Nickel sanken die Produktionsmengen. Beim Kupfer ging der Abbau in den ersten drei Monaten um 7 Prozent auf 320.700 Tonnen zurück. Überschwemmungen im australischen Queensland, Sicherheits-Produktionsstopps und Ausfälle in Hütten in der Mopani-Mine in Sambia sowie die Erschöpfung und der Verkauf von anderen Minen bremsten die Produktion, wie Glencore am Dienstag in seinem Produktionsbericht mitteilte.

Beim Nickel ließen ungünstige Wetterbedingungen in Kanada und
Wartungsarbeiten die Produktion um 10 Prozent auf 27.100 Tonnen
sinken. Glencore hatte bei der Präsentation des Jahresergebnisses 2018 im Februar eine Beschleunigung der Förderung in Aussicht gestellt, wobei neben Kohle insbesondere Kupfer, Zink und Nickel als wichtige Ertragsquellen ausgemacht wurden. Für das Gesamtjahr korrigierte Glencorenun seine Produktionsprognosen für Kupfer und Nickel nach unten. Bei beiden erwartet der Konzern neu eher eine Menge nur knapp über dem Vorjahresniveau anstatt deutlich darüber.

Unverändert dagegen bleibt der erwartete Produktionsanstieg bei der Kohleproduktion. Diese war im ersten Quartal dank Zukäufen und Verbesserungen bei einer früheren Problemmine um 8 Prozent auf 33,2 Millionen Tonnen gestiegen.

Die Kobaltproduktion zog um 56 Prozent auf 10.900 Tonnen an. Allerdings stammten 3.500 der 3.900 zusätzlich geförderten Tonnen aus der Katanga-Mine, die das gefördert Kobalt im ersten Quartal nicht verkaufen durfte. Grund dafür sind Exportbeschränkungen aufgrund des außerordentlich hohen Uranium-Anteils im Kobalt. Im April sei Katanga allerdings erlaubt worden, gewisse Mengen in Übereinstimmung mit den erforderlichen Vorgaben zu verkaufen.

Die Zinkproduktion fiel mit 262.300 Tonnen um 8 Prozent höher aus als im Vergleichsquartal. Ferrochrom- (402.000 Tonnen) und Ölförderung (11 Millionen Barrels) dagegen bewegten sich auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

APA/awp/sda

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