Lenzing startet mit Umsatzwachstum ins Jahr

Der Faserkonzern Lenzing hat im ersten Quartal mehr umgesetzt, aber weniger verdient. Die Prognose für das Gesamtjahr bleibt unverändert.

Lenzing-Chef Stefan Doboczky
Lenzing-Chef Stefan Doboczky
Lenzing-Chef Stefan Doboczky – REUTERS

Sehr solide, so der Faserkonzern Lenzing in einer Aussendung, sei der Start ins Geschäftjahr gelungen. Trotz eines deutlich angespannteren Marktumfeldes erzielte die Gruppe ein leichtes Umsatzwachstum von 1,9 Prozent auf 560 Millionen Euro.  Die rückläufigen Preise für Standardviscose konnten beim Ergebnis großteils kompensiert werden. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen  ging um 9,5 Prozent auf 92 Millionen Euro zurück.  Das Betriebsergebnis fiel  um 21,1 Prozent auf 54,4 Millionen Euro. Das Periodenergebnis lag mit 42,8 Millionen Euro um 14,5 Prozent unter dem Vorjahreswert.

"Unser Spezialfasergeschäft entwickelt sich weiterhin sehr positiv, wodurch wir heute deutlich widerstandsfähiger als noch vor einigen Jahren sind", sagt CEO Stefan Doboczky. Um noch resilienter gegen die Schwankungen des Marktes zu werden, werden Planungen für Großprojekte in Brasilien und Thailand vorangetrieben. Die technischen Planungen für den Bau der neuen Lyocellanlage in Prachinburi, nahe Bangkok, schreiten ebenso zügig voran wie die geplante Errichtung des Zellstoffwerks in Minas Gerais, heißt es. Das Werk in Brasilien, das mit einem Partner errichtet werden soll, ist auf eine Kapazität von 450.000 Tonnen ausgelegt. Es soll eine Milliarde Dollar kosten.

Am Standort Heiligenkreuz sorgte ein Brand  am 1. Februar für einen mehrwöchigen Stillstand der Lyocellproduktion. Für Sachschäden sowie Schäden, die aus der Betriebsunterbrechung resultieren, ist eine Versicherungsdeckung gegeben. Die Produktion am Standort läuft mittlerweile wieder im Vollbetrieb.

Trotz des deutlich angespannteren Marktumfeldes bei der Standardviscose geht die Lenzing Gruppe auf Basis aktueller Währungsverhältnisse weiterhin davon aus, das das Ergebnis für 2019 in etwa auf dem Niveau von 2018 liegen wird. Der Konzern hat im Vorjahr 149 Millionen Euro verdient nach 278 Millionen Euro im Jahr zuvor. Am 17. April wird für 2018 eine Dividende von drei Euro je Aktie plus eine Sonderdividende von zwei Euro ausgeschüttet.

(red)

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