Chinesen steigen bei Wiener C-Quadrat aus

C-Quadrat gehört nun wieder dem Gründer Alexander Schütz. Über die Fondsfirma hatte der chinesische Mischkonzern HNA seinen Anteil an der Deutschen Bank verwaltet.

Alexander Schütz
Alexander Schütz
Alexander Schütz – (c) Clemens Fabry

Der chinesische Mischkonzern HNA, einer der Großaktionäre der Deutschen Bank, hat sich von seiner Beteiligung an der österreichischen Investmentgesellschaft C-Quadrat getrennt und ist damit auch bei der Deutschen Bank ausgestiegen. Über C-Quadrat hatte HNA bisher den Anteil an der Deutschen Bank verwaltet.

Wie C-Quadrat am Freitag mitteilte, übernehmen C-Quadrat-Gründer Alexander Schütz und das Vorstandsmitglied Cristobal Mendez de Vigo gemeinsam eine Mehrheitsbeteiligung an dem Asset Manager und damit wieder die Kontrolle. Schütz sitzt auch im Aufsichtsrat der Deutschen Bank und ist laut Reuters bis 2023 regulär gewählt. Daran soll sich dem Vernehmen nach nichts ändern, hieß es zur APA.

Deutsche-Bank-Anteil lag zuletzt bei 4,91 Prozent

Laut Angaben der Deutschen Bank vom 26. März 2019 hielt der C-QUADRAT Special Situations Dedicated Fund auf den Cayman Islands zuletzt einen Stimmrechtsanteil von 4,91 Prozent, davon 0,19 Prozent durch Aktien und 4,72 Prozent durch Finanzinstrumente. HNA war Anfang 2017 mit fast zehn Prozent beim größten deutschen Geldinstitut eingestiegen.

HNA hatte sich 2016 zunächst mit einem Minderheitsanteil und ein Jahr später mehrheitlich an C-Quadrat beteiligt. Der hoch verschuldete Mischkonzern hat sich inzwischen aber entschieden, sich künftig auf das Kerngeschäft Luftfahrt zu konzentrieren. Im Rahmen dieser Neuausrichtung reduzierte HNA schon seit geraumer Zeit auch den Anteil an der Deutschen Bank.

Im Zuge des HNA-Ausstiegs bei C-Quadrat beteiligt sich auch die Hongkonger Investmentgesellschaft Jebsen Group mit einem Minderheitsanteil an dem Wiener Fondsanbieter, wie es in der Aussendung am Freitag hieß. Konkret übernehmen Schütz, Mendez de Vigo und die Jebsen Group den Anteil von HNA an Cubic, jenem Investmentvehikel, in dem sämtliche C-Quadrat-Anteile liegen. Auswirkungen auf die Investmentstrategie und die Fondsprodukte von C-Quadrat gebe es durch die Transaktion nicht, wurde betont.

(APA)

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