Alte Münzen, plötzlich wertvoll

In Niedrigzinsphasen erfreuen sich Sachwerte wachsender Beliebtheit bei Investoren. Doch für Münzen wie für Weine gilt: Man sollte sich auskennen – oder beraten lassen.

(c) Getty Images

Mit alten Münzen ist es so wie mit Autos oder Rotwein. Man kann eine Bouteille um drei Euro im Lebensmittelhandel erwerben oder auf einer Auktion einen vierstelligen Betrag für einen seltenen Bordeaux-Jahrgang ausgeben. Gebrauchtwagen werden um tausend Euro angeboten, doch wechseln auch Oldtimer um Millionen den Besitzer. Und es gibt Münzen, die nicht mehr wert sind als das Material, aus dem sie bestehen – und solche, für die Sammler das Zehnfache, Hundert- oder Tausendfache hinlegen. Im Vorjahr etwa wurde ein polnischer Golddukaten aus dem Jahr 1621 um 2,2 Millionen Dollar verkauft. Mit einem durchschnittlichen Wertzuwachs von zwölf Prozent auf Einjahressicht (und einer Fast-Verdreifachung auf Zehnjahressicht) stellten Münzen laut dem jüngsten Knight Frank Wealth Report im Vorjahr die meisten anderen Sachwerte wie Wein, Juwelen, Uhren oder antike Möbel in den Schatten. (Nur mit altem Whisky hätte sich noch mehr Wertzuwachs erzielen lassen.)

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