Arcelor kürzt Produktion

Die Nachfrage nach Stahl ist derzeit schwach.

Von den Produktionskürzungen sind in Deutschland die Werke in Eisenhüttenstadt und Bremen betroffen.
Von den Produktionskürzungen sind in Deutschland die Werke in Eisenhüttenstadt und Bremen betroffen.
Von den Produktionskürzungen sind in Deutschland die Werke in Eisenhüttenstadt und Bremen betroffen. – APA/AFP/JOHN MACDOUGALL

Luxemburg. Der weltgrößte Stahlkonzern, Arcelor-Mittal, streicht wegen der schwachen Nachfrage die Stahlproduktion in Europa weiter zusammen. Am Mittwoch kündigte der Branchenprimus, bereits das zweite Mal in diesem Monat, Kürzungen an.

Erst vor drei Wochen hatte das Unternehmen mitgeteilt, die Produktion in Europa in diesem Jahr um drei Millionen Tonnen zurückzufahren. Nun schob der Konzern weitere Kürzungen von einer bis zu 1,5 Millionen Tonnen nach. Hintergrund sind die schwache Nachfrage der Automobilindustrie und steigende Importe.

Von den Produktionskürzungen sind in Deutschland die Werke in Eisenhüttenstadt und Bremen betroffen. Hinzu kommen Streichungen in Dünkirchen in Frankreich und Asturias in Spanien.

Anfang Mai hatte Arcelor-Mittal die Produktion in seiner Anlage im polnischen Krakau vorübergehend stillgelegt und die geplante Anhebung der Lieferungen aus Italien gedrosselt. Die Einschnitte würden wieder rückgängig gemacht, sobald sich die Bedingungen auf dem Markt verbessert hätten, sagte Geert van Poelvoorde, Europa-Chef der Flachstahlsparte.

Im ersten Quartal musste Arcelor-Mittal einen Gewinneinbruch verkraften. Neben der schwächelnden Nachfrage in Europa und niedrigeren Preisen kämpft der Konzern auch mit steigenden Rohstoffkosten. Das Unternehmen produziert rund die Hälfte seines Stahls in Europa. (Reuters)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.05.2019)

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