Was ist bloß bei Gazprom los?

Die Aktie des Gasriesen kennt kein Halten. Anleger freuen sich über weniger Investitionen und eine höhere Dividende. Und würde das Gerücht wahr, das nun kursiert, wäre die Euphorie perfekt.

Gazprom-Chef Alexej Miller lenkt den Konzern seit 18 Jahren.
Gazprom-Chef Alexej Miller lenkt den Konzern seit 18 Jahren.
Gazprom-Chef Alexej Miller lenkt den Konzern seit 18 Jahren. – (c) REUTERS (SERGEI KARPUKHIN)

Moskau/Wien. Schmeichelhaft war es nicht, was die Anleger dem Chef des russischen und weltweit größten Gaskonzerns Gazprom am Montag ausrichteten. De facto nämlich ließen sie Alexej Miller wissen, dass sie wenig von ihm halten. Das am Montag unter Händlern kursierende und über den Messengerdienst Telegram verbreitete Gerücht, Miller würde am Dienstag seinen Rücktritt erklären, reichte, um die Aktie binnen dreier Stunden um 16,99 Prozent auf 251,65 Rubel zu treiben und Gazprom zum ersten Mal nach knapp drei Jahren wieder zu Russlands teuerstem Unternehmen zu machen. Zum Teil dürfte zwar auch ein Short-Squeeze dazu beigetragen haben. Der Großteil der Gewinne war aber dem Gerücht geschuldet. Am Dienstag korrigierte die Aktie nur leicht.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.06.2019)

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