Britische Notenbank lässt Zins konstant bei 0,75 Prozent

Die britische Notenbank hält die Zinsen konstant, stellt aber für die Zukunft bei einem sanften Brexit eine Erhöhung in Aussicht.

Die britischen Währungshüter um Zentralbankchef Mark Carney entschieden am Donnerstag einstimmig, den Schlüsselsatz bei 0,75 Prozent zu belassen. Zugleich betonten sie, eine "stufenweise und begrenzte" Straffung der Geldpolitik werde nötig, um ihr Inflationsziel in den kommenden Jahren zu erreichen. Eine Zinserhöhung stehe aber unter dem Vorbehalt, dass der Brexit reibungslos gelinge. Die Wahrscheinlichkeit eines ungeordneten EU-Ausstiegs sei in der allgemeinen Wahrnehmung jedoch gestiegen.

Mit der grundsätzlichen Bereitschaft zu einer Straffung der Zinszügel unterscheidet sich die Bank of England (BoE) von der US-Notenbank Fed und der EZB, die beide einen lockereren Kurs signalisierten. Das Vereinigte Königreich wird die EU nach aktueller Planung am 31. Oktober verlassen. Die vergleichsweise milde Teuerung in Kombination mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit 44 Jahren und steigenden Löhnen dämpfen für die britische Wirtschaft derzeit erheblich die voraussichtlichen negativen Folgen des geplanten EU-Abschieds.

(Reuters)

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