Swiss Re bläst den Börsengang von ReAssure ab

Mit dem Börsengang wollte der Rückversicherer Swiss Re seinen Anteil an der britischen Tochter ReAssure von derzeit 75 Prozent auf unter 50 Prozent senken.

Der Rückversicherer Swiss Re setzt den Börsengang der britischen Tochtergesellschaft ReAssure in London vorerst aus. Der Rückversicherer begründete den Schritt in einer Mitteilung am Donnerstag mit den derzeitigen Marktbedingungen.

Die Nachfrage von großen institutionellen Investoren am britischen Primärmarkt habe zuletzt nachgelassen, so die Aussendung weiter. Bereits am Mittwoch war an der Schweizer Börse über eine Verschiebung des Börsengangs spekuliert worden. In der Folge verlor der Kurs der Swiss-Re-Aktie am Mittwoch 2,5 Prozent.

Swiss Re hält aber an seinem Ziel fest, seine Beteiligung an der britischen Tochter zu reduzieren und diese zu dekonsolidieren, hieß es weiter. Und es bestehe keine Notwendigkeit, die Aktien unter ihrem Wert zu platzieren.

Der Börsengang von ReAssure war von langer Hand geplant worden. Bereits im August des vergangenen Jahres hatte Swiss Re diesen in Aussicht gestellt, während man sich gleichzeitig die Tür für einen allfälligen Verkauf des Geschäfts offen gehalten hatte.

Mit dem Börsengang wollte der Rückversicherer seinen Anteil an ReAssure von derzeit 75 Prozent auf unter 50 Prozent senken. Der zweite Eigentümer, der japanische Versicherer MS&AD Insurance Group, will an seinem Anteil von 25 Prozent festhalten.

ReAssure ist der sechstgrößte britische Lebensversicherer und auf die Verwaltung geschlossener Lebensversicherungs-Portfolios spezialisiert. Swiss Re ist der zweitgrößte Rückversicherer der Welt.

(APA/awp/sda)

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