Wienerberger mit Rekord-Halbjahr

Der weltgrößte Ziegelhersteller verdoppelt den Nettogewinn und blickt sehr optimistisch auf das Gesamtjahr.

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Wienerberger – REUTERS

„In den vergangenen sechs Monaten sind wir bei unseren strategischen Projekten sehr gut vorangekommen“, sagt Wienerberger-Boss Heimo Scheuch. Das ist mehr als bescheiden, wenn man die Zahlen betrachtet: Der weltgrößte Ziegelhersteller hat beste Halbjahr seiner 200-jährigen Unternehmensgeschichte erreicht. Der Konzernumsatz stieg um acht Prozent auf 1,736 Mrd. Euro, der Nettogewinn wurde von 53 auf 127 Mio. Euro mehr als verdoppelt.  

Möglich wurden die neuen Rekorde laut Scheuch durch Fortschritte beim Programm zur Performance-Steigerung und die Integration von Zukäufen in Großbritannien und Belgien, womit die Position in strategischen Kernmärkten weiter gestärkte worden sei.

Für das Gesamtjahr ist man nun noch etwas optimistischer - das Ziel für das Ebitda wurde von bisher 560 bis 580 Mio. Euro auf 570 bis 580 Mio. Euro präzisiert. "Trotz aktueller Unsicherheitsfaktoren" erwartet der Konzern eine weitgehend stabile bis leicht wachsende Nachfrage in den Kernmärkten. Wienerberger werde aber auch unabhängig von der zunehmend volatilen Marktlage weiter wachsen, heißt es im Ausblick. "Auf Basis des sehr starken ersten Halbjahres blicken wir äußerst positiv in die zweite Jahreshälfte", resümierte Scheuch.

Effizienzprogramm macht sich bezahlt

Der Konzernumsatz wuchs vor allem durch hochwertige Systemlösungen. Beim Ergebnis hat allein das Fast-Forward-Programm zur Performance-Steigerung rund 25 Mio. Euro beigetragen.

In allen Business Units steigerte Wienerberger den Umsatz, besonders stark bei "Building Solutions" mit zehn Prozent Plus auf 1,074 Mrd. Euro und einer Verbesserung des bereinigten Ebitda um 37 Prozent auf 219 Mio. Euro.

Die Nettoverschuldung lag Ende Juni aufgrund der Erstanwendung der Rechnungslegungsstandards IFRS 16 und des saisonal bedingten Anstiegs des Working Capital mit 982 Mio. Euro um 56 Prozent über dem Wert von Ende 2018 (632 Mio. Euro), der Verschuldungsgrad legte damit von 32,6 auf 49,6 Prozent zu.

Wienerberger ist zu 100 Prozent in Streubesitz. Die Aktie, die seit Jahresbeginn rund zehn Prozent an Wert gewonnen hat, eröffnete am Dienstag in einem schwachen Umfeld dennoch mit Abschlägen.

(red)

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