Globalisierungskritiker planen "Demokratische Bank"

Der Globalisierungskritiker und Attac-Sprecher Christian Felber will eine "Good Bank" gründen. Diese soll weder spekulieren noch mit Wertpapieren handeln.

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Attac – (c) EPA (Stephanie Pilick)

Der Globalisierungskritiker Christian Felber und seine Kollegen von Attac wollen eine "Demokratische Bank" gründen, die in der zweiten Jahreshälfte 2012 an den Start gehen soll, berichtet der "Kurier". Das Institut soll eine gemeinwohlorientiert arbeitende "Good Bank" werden, die weder spekuliert noch mit Wertpapieren und Derivaten handelt oder Fonds vertreibt. "Sie wandelt die Einlagen der Sparer in möglichst günstige Kredite für die Wirtschaft", so Felber. Die Kreditzinsen für Firmen sollen im Schnitt maximal 3,5 Prozent betragen, das Geld soll nach ökologischem und sozialem Mehrwert vergeben werden.

Felber geht von einem Startkapital von zehn Millionen Euro aus. Die Alternative zu einer Neugründung sei der Ankauf einer bestehenden Bank und die Übernahme ihrer Lokale. Langfristig sei in jeder der rund 2300 österreichischen Gemeinden eine Zweigstelle geplant. Die Grundidee einer "Demokratischen Bank": Alle Sparer, Kreditnehmer und Gesellschafter werden Eigentümer der Bank und lenken ihre Geschicke auf demokratischem Weg. Die Löhne der Angestellten sollen um 50 Prozent über dem Mindestlohn liegen, die Vorstandsgehälter mit rund 5000 Euro begrenzt werden.

(APA)

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