Weltweite Gold-Nachfrage um fünf Prozent gesunken

Die Goldverkäufe sind überraschend zurückgegangen. China, das um zehn Prozent zulegte, löste Indien als Spitzenkäufer ab.

China löste nun Indien als größter Goldverbraucher ab
China löste nun Indien als größter Goldverbraucher ab
(c) EPA (How Hwee Young)

Trotz der Finanzkrise ist die weltweite Nachfrage nach Gold im ersten Quartal 2012 gesunken. Die Goldverkäufe seien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 1097,6 Tonnen zurückgegangen, teilte der Branchenverband World Gold Council (WGC) am Donnerstag mit. Demnach gab es den Rückgang trotz neuer Rekordzahlen aus China, wo die Nachfrage um zehn Prozent auf 255,2 Tonnen gestiegen sei. Generell überwog die rückläufige Nachfrage bei Zentralbanken, Schmuckherstellern und Industrie einen Anstieg bei Investitionen in Gold, das in Krisenzeiten als "Fluchtwährung" dient.

Beim langjährigen Spitzenverbraucher Indien ging die Nachfrage zu Jahresanfang um 29 Prozent auf 207,6 Tonnen zurück, wie der WGC mitteilte. Ursachen waren unter anderem ein Streik in der Schmuckindustrie des Landes, eine schwache Währung und eine Politik der Regierung, Goldimporte zur Senkung des Außenhandelsdefizits zu begrenzen. China löste nun Indien als größter Goldverbraucher ab. Damit setzte sich der Trend des vergangenen Jahres fort: 2011 war die Nachfrage nach Gold in Indien um sieben Prozent zurückgegangen, während sie in China um 20 Prozent angestiegen war.

Der durchschnittliche Goldpreis zog laut WGC im ersten Quartal um 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Weltweit wurde in den ersten drei Monaten des Jahres Gold in einem geschätzten Wert von 59,7 Milliarden Dollar (46,8 Milliarden Euro) verkauft.

(APA/Ag.)

Kommentar zu Artikel:

Weltweite Gold-Nachfrage um fünf Prozent gesunken

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen