Wiener Börse zu Mittag: ATX dreht knapp ins Minus

Aktienhändler berichteten von einem anhaltend ruhigen Geschäft. Nach den deutlichen Gewinnen vom Vortag dürften in Wien wie an anderen Börsen in Europa auch nun Gewinnmitnahmen und eine Konsolidierungsphase einsetzen.

Die Wiener Börse hat am Dienstag zu Mittag nach anfänglichen Gewinnen knapp ins Minus gedreht. Der ATX notierte um 12.00 Uhr mit 2.303,54 Punkten, das ist ein Minus von 4,56 Punkten bzw. 0,20 Prozent zum Vortag. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,77 Prozent, FTSE/London -0,84 Prozent und CAC-40/Paris -0,57 Prozent.

Aktienhändler berichteten von einem anhaltend ruhigen Geschäft. Nach den deutlichen Gewinnen vom Vortag dürften in Wien wie an anderen Börsen in Europa auch nun Gewinnmitnahmen und eine Konsolidierungsphase einsetzen.

Größere Bewegungen und Umsätze gab es am Dienstag vor allem bei den Bankenwerten. Erste Group waren nach einer Kaufempfehlung durch die Citigroup zunächst fest gestartet, drehten bis zu Mittag aber ins Minus. Um zwölf Uhr notierte die Aktie mit einem Abschlag von 0,79 Prozent auf 25,13 Euro. Raiffeisen International konnten hingegen ihr anfängliches Plus halten und notierten 0,93 Prozent fester bei 33,56 Euro.

Fest zeigten sich unter den weiteren Schwergewichten auch Telekom Austria mit einem Plus von 0,84 Prozent auf 10,84 Euro. Größere Abgaben gab es hingegen in voestalpine, die Aktie fiel um 1,35 Prozent auf 20,45 Euro. OMV verloren 0,84 Prozent auf 28,24 Euro.

RHI fielen nach der Vorlage von Halbjahresergebnissen um 0,86 Prozent auf 15,02 Euro. "Die Zahlen waren grosso modo im Rahmen der Erwartungen, vielleicht hat sich Markt etwas mehr erwartet", sagte der RZB-Analyst Klaus Küng. Positiv wertet Küng aber vor allem die Aussagen des Feuerfestherstellers zum Ausblick und zum Marktumfeld. Die Aktie dürfte zwar schon viel antizipiert haben, insgesamt dürfte sich der positive Kurstrend des Papiers aber fortsetzen, erwartet der Analyst.

Keine größere Bedeutung wurde den von der AUA vorgelegten Zahlen beigemessen. Angesichts der Übernahme durch die Lufthansa dürften die gemeldeten Verluste an der Börse keine Rolle spielen, hieß es im Handel. AUA fielen bis zu Mittag um 0,23 Prozent auf 4,41 Euro.

Sehr schwach zeigten sich zu Mittag zu Strabag und verloren 3,03 Prozent auf 17,61 Euro. Unter den Gewinnern fanden sich einige Immobilienwerte wie Conwert (plus 3,17 Prozent auf 6,50 Euro) und Immoeast (plus 2,56 Prozent auf 2,00 Euro). Andritz gewannen nach einer Kurszielerhöhung durch die Deutsche Bank 0,97 Prozent auf 31,13 Euro.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zur Eröffnung bei 2.330,36 Punkten, das Tagestief lag gegen elf Uhr bei 2.292,71 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,09 Prozent tiefer bei 1.040,88 Punkten. Im prime market zeigten sich 20 Titel mit höheren Kursen, 25 mit tieferen und drei unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 4.609.843 (Vortag: 3.682.227) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 135,65 (124,37) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 907.485 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 46,13 Mio. Euro entspricht.

(APA)

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