Wenn keiner mehr glaubt, der Gesellschaft etwas schuldig zu sein

Die Reichen kapseln sich ab und versuchen, sich unsichtbar zu machen. Die Mittelschicht empfindet den Sozialstaat als Bedrohung und die Armut begegnet uns als 300 Jahre altes Skelett auf dem Stephansplatz. Was passiert mit einer Gesellschaft, in der immer mehr sagen, dass sie dieser Gesellschaft nichts mehr schuldig sind? Ein Essay.

Die Reichen wollen nicht erkannt werden. Sie ziehen sich zurück – wie hier im Luxushotel Le Bristol in Paris.
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Die Reichen wollen nicht erkannt werden. Sie ziehen sich zurück – wie hier im Luxushotel Le Bristol in Paris.
Die Reichen wollen nicht erkannt werden. Sie ziehen sich zurück – wie hier im Luxushotel Le Bristol in Paris. – (c) REUTERS (Stephane Mahe)

Das also sind die Superreichen?“ fragt mein Sohn und schaut fasziniert hinüber zu den tanzenden, lachenden, feschen Menschen auf der anderen Seite des weißen Zauns. Poolparty im Nikki-Beach-Club. In den Kühlern zwischen den Liegen schwimmen Champagnerflaschen im Eiswasser, Fitnessstudio-gestählte Burschen und verführerische Grazien tanzen ausgelassen zur lauten Hip-Hop-Musik. „Da fährt einer mit dem Jetski im Pool“, ruft mein Achtjähriger und hüpft vor Begeisterung.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.08.2017)

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