CO2-Ausstoß uninteressant: Die Dubai Motor Show 2017

Sportwagen als teures Spielzeug für reiche Ölscheichs, CO2-Ausstoß uninteressant, Sondermodelle zugeschnitten für extreme Bedingungen mit höchsten Ansprüchen - die Dubai Motor Show zeigte Autos der Superlative für ein Publikum, dem eines scheinbar nicht ausgehen kann - Geld.

Der Amerikanische Autogigant Lincoln präsentierte in Dubai den "Navigator". Es ist ein riesiger SUV der mit einem dicken Achtzylinder Motor ausgestattet ist, übrigens der mit Abstand beliebteste Motor der Region. Bei Benzinpreisen von rund 45 Cent pro Liter schmerzt auch ein Verbrauch von bis zu 25 Litern nicht wirklich. Als Zuckerl für die ersten 50 Käufer gab es eine Nacht im weltweit einzigem 7-Sterne Hotel Burj Al Arab dazu.

(C) Dubai Motor Show

Aston Martin stellte in Dubai eine exklusive "Vanquish Pearl Edidion" des Models Valkyrie vor. Beteiligt an der Entwicklung des Supersportwagens war auch Red Bull Racing.
Ein weiteres Schmuckstück war der mit einer Komplett-Karosserie aus Titan ausgestattete "Vulcano Titanum", gebaut von der italienischen Firma ICONA. Das als Einzelstück konzipierte Automobil soll rund 2,5 Millionen Dollar kosten.

(C) Dubai Motor Show

Für die Firma Brabus zählen die Golfstaaten zu den lukrativsten Ländern. Auf der Dubai Motor Show stand daher eine ganze Flotte aus Zwölfzylinder G-Modellen bereit.  Krönung ist der 900 PS starke G 900 um rund 425.000 Euro. Im April soll eine neue G-Klasse auf den Markt kommen, allerdings ohne Zwölfzylinder.

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Das Innenleben eines Brabus 900 Maybach mit einem Beispiel für Spezialausstattung, für alle die es noch etwas luxuriöser wollen. Das Thema war bei der Dubai Motor Show sehr präsent. Wer es sich leisten kann, lässt sich zumindest das Innere des Fahrzeuges auf seine Bedürfnisse abstimmen.

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Die Erstversion des in Dubai geschaffenen Devel Sixteen ist ein Model der absoluten Superlative (am Bild die Vorderansicht). Ausgestattet mit 5000 PS, aber noch nicht straßentauglich, war er ein Selfie-Magnet bei der Autoshow.

(C) Dubai Motor Show

Hier die Hinteransicht des "Hypercars" - Devel Sixteen. Er soll unglaubliche 560 Km/h zustande bringen und in 1,8 Sekunden auf 100 Stundenkilometer beschleunigen. Eingesetzt wird ein 7,2 Liter großer V16-Motor, dessen Wurzeln in die USA verweisen, der nunmehr aber in Dubai produziert wird. Wann er zugelassen wird steht noch nicht fest.

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Vierzig Jahre nach dem Erstmodell des GMC Jimmy Desert Fox wurde in Dubai eine neue Konzeptversion vorgestellt. Optisch sehr nah am Original aus den 70ern, könnte er mit allen modernen Features wieder produziert werden. In Planung ist die Produktion aber noch nicht. Vielleicht fand sich in Dubai ein Geldgeber für den Retro-Klassiker.

 

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Eine Augenweide für die Besucher war auch eine Neuversion des amerikanischen Klassikers Ford GT.

Wer in Dubais Straßen unterwegs ist, bemerkt schnell, dass Luxusautos zur Tagesordnung gehören. Ebenso ist auch die Polizei erstklassig ausgestattet. Zum Fuhrpark der Ordnungshüter gehören unter anderem ein Rolls-Royce Wraith, ein Bentley Bentayga oder ein Lamborghini Aventador. Abseits des Asphalts steht ein 700 PS starker Geländewagen von Brabus zur Verfügung.

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Dubai will bis 2030 ein viertel des Verkehrs bereits fahrerlos sehen. Die Strategie der Stadt sieht vor, Autos nicht nur als Transportmittel zu sehen, sondern als intelligente Partner. Dementsprechend wurden auch bei der Motor Show verschiedene Modelle vorgestellt. Der Infiniti QX80 war eines davon. Der riesige SUV ist mit zahlreichen Technik-Features ausgestattet und soll so für mehr Fahrsicherheit sorgen.

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Mit diesem Ansatz war auch Nissan vertreten: Der BladeGlider ist ein Prototyp eines elektrischen Sportwagens, ausgestattet mit modernster Technologie.

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Das Thema Elektromobilität ist in Dubai aber eher eine Nische. Das Hauptproblem ist nicht die geringere Reichweite, sondern der alltägliche Einsatz der Klimaanlage. Das arabische Klima mit konstanten Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad machen diese unumgänglich. Der dadurch entstehende Stromverbrauch würde die derzeitigen Akkus schnell leersaugen.

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Auch die Legoland Dubai Fahrschule fand Platz auf der Luxusautomesse.

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Der Shaali N360 soll primär eines machen - Spaß. Der offene Zweisitzer wurde nach fünfjähriger Entwicklungszeit in den vereinigten Arabischen Emiraten von Rashid Alshaali produziert und hat eine Leistung von 360 PS. Die Bauart ist an einen KTM X-Bow angelehnt. Das hat seinen Grund, Alshaali fuhr selbst in der KTM-GT4-Serie mit.

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