Wie sich Händler gegen Ramschpreise von Primark wehren

In Stuttgart wird heute die zweite Primark-Filiale eröffnet. Lokale Kaufleute wehren sich gegen den irischen Textildiskonter mit einer "Wegwerf-Aktion".

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Bloomberg (Alessia Pierdomenico)

Als Kritik an der Eröffnung einer weiteren Primark-Filiale in Stuttgart haben sich lokale Geschäfte eine ungewöhnliche Aktion ausgedacht. Kunden des Textildiskonters sollen ihre neu gekaufte Kleidung in einen eigens aufgestellten Container werfen. Die am Dienstag gesammelten Teile sollten an Bedürftige gehen, hieß es auf der Facebook-Seite der Initiatoren.

Der Kaufbetrag von allen Stücken in dem Container soll außerdem an eine wohltätige Organisation gespendet werden. Hinter der Aktion stehen das "Kaufhaus Mitte", das vor allem regionale Ware verkauft, und das Lokal "Mission Coffee".

Kritiker werfen dem irischen Textildiskonter Primark Ramschpreise vor. In Stuttgart soll heute bereits die zweite Primark-Filiale eröffnet werden. Primark teilte auf Anfrage mit, das Unternehmen sei "stolz darauf, seinen Kunden allerneueste Mode zu angemessenen Preisen anzubieten, da wir der Meinung sind, dass modische Kleidung für jeden erschwinglich sein sollte". Die Kleidungsstücke sollten "ein Lieblingsstück im Kleiderschrank" werden. Auf die geplante Aktion ging Primark nicht näher ein.

(APA/dpa)

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