Reederei-Slogan "Nur italienisches Personal an Bord" wirbelt viel Staub auf

Zwei Schifffahrtsgesellschaften werden in Italien wegen einer Werbekampagne des Rassismus bezichtigt.

F�hrschiff Moby Zaza der Reederei Moby Lines im Hafen Port Lympia Korsikaf�hre Nice Nizza Departe
F�hrschiff Moby Zaza der Reederei Moby Lines im Hafen Port Lympia Korsikaf�hre Nice Nizza Departe
Reederei in der Kritik – (c) imago/Peter Seyfferth (Peter Seyfferth)

Die italienische Reederei Onorato, zu der die Schifffahrtsgesellschaften Tirrenia und Moby gehören, hat mit einer Werbekampagne für heftige Kritik gesorgt. "Unser Personal an Bord? Nur Italiener", steht unter dem Bild und dem Namen einer Mitarbeiterin der Schifffahrtsgesellschaft Tirrenia. Die Werbung wurde dieser Tage in italienische Zeitungen geschaltet.

"Wir haben 5000 hochqualifizierte italienische Mitarbeiter an Bord, die ein einwandfreies Service garantieren", heißt es in der Werbeeinschaltung, die viel Kritik auslöste. Im Internet wurde Onorato des Rassismus beschuldigt.

Reederei-Chef Vincenzo Onorato wies die Vorwürfe entschieden zurück. "Unsere Gruppe ist stolz, italienisches und europäisches Personal nach Vertrag anzustellen. Anders als andere Gesellschaften, die unterbezahlte, nicht-europäische Mitarbeiter mit nicht-italienischen Verträgen anstellen", betonte Onorato. Mit Stolz engagiere er sich zum Schutze der großen italienischen Schifffahrtstradition. "Ich werde mich weiterhin gegen jegliche Ausnützung von Arbeitnehmern auf See einsetzen, seien es Italiener, oder Ausländer", so Onorato.

(APA)

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