Österreich: 45.000 Firmengründungen im Vorjahr

Zwei Drittel der Neugründungen wurden von Männern durchgeführt. Besonders viele Frauen gründeten Copyshops.

Symbolbild Firmengründungen
Symbolbild Firmengründungen
Symbolbild Firmengründungen – (c) www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)

Im Vorjahr wurden in Österreich über 45.000 Unternehmen bundesweit gegründet - eine beachtliche Zahl bei insgesamt 620.000 aktiven Unternehmen. Unter den Gründern finden sich mehr Männer als Frauen, aber auch bei den Insolvenzen haben erstere - knapp - die Nase voran. Dies geht aus einer Studie der Wirtschaftsauskunftei Dun & Bradstreet (D&B) hervor. Nicht einbezogen wurde die Branche der Personenbetreuung (z.B. Pflege).

Zwei von drei Neugründungen haben einen männlichen Geschäftsführer oder Eigentümer. Die Konzentration von Frauen auf wenige Berufsausbildungen wirkt sich auch in der Gründerstatistik aus. In der IT-Dienstleistung gab es z.B. knapp 400 neue Unternehmen, davon wurden 90 Prozent von Männern gegründet. Im Gegenzug überrascht es nicht, dass Frauen bei Friseur- und Kosmetiksalons die Nase vorn haben. Ein ausgeglichenes Bild gibt es im Handel. Interessantes Detail: Copyshops wurden im Jahr 2012 zu 90 Prozent von Frauen gegründet.

Die überwiegende Zahl der Neugründungen erweist sich zumindest in der Startphase als gut aufgestellt. In Summe schlitterten lediglich 76 der 45.000 Neugründungen im gleichen Kalenderjahr in die Insolvenz. Das sind weniger als 0,2 Prozent. Neun der 76 Insolvenzen waren selbstständige Handelsvermittler. Diese Branche ist die einzige, die durch die Anzahl heraussticht. Von den neun Insolvenzen betrafen fünf Einzelunternehmen, die von Männern gegründet worden waren, so D&B am Dienstag in einer Aussendung.

(APA)

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