Preisabsprachen: Razzia bei NÖM dauert an

Bisher wurden drei der zehn größten Molkereien von der BWB gefilzt. Es ist derzeit offen, ob die Hausdurchsuchung morgen am Freitag fortgesetzt wird.

NOeM Molkereikonzern - Produktionshalle
NOeM Molkereikonzern - Produktionshalle
Helmut Fohringer / APA / picture

Die gestern gestartete Hausdurchsuchung der Wettbewerbshüter bei der zweitgrößten österreichischen Molkerei NÖM dauerte bis Donnerstagnachmittag an(>>> mehr dazu). Mitarbeiter der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) seien noch in der NÖM-Firmenzentrale in Baden vor Ort, hieß es aus dem Unternehmen auf APA-Anfrage. Unklar ist derzeit noch, ob die Hausdurchsuchung morgen, Freitag, fortgesetzt wird.

Die BWB hat bisher von den zehn größten heimischen Molkereien die Berglandmilch, Kärntnermilch und NÖM gefilzt. Die restlichen sieben Molkereien - Gmundner Milch, Alpenmilch Salzburg, Gebrüder Woerle, Rupp, Obersteirische Molkerei, Pinzgau Milch, Ennstal Milch - erklärten auf APA-Anfrage, bisher nicht von den Wettbewerbshütern überprüft worden zu sein. Die BWB soll aber auch bisher kleinere Anbieter wie die Vorarlberg Milch, Emmy, Lactalis und das Molkerei-Vertriebsunternehmen Concept unter die Lupe genommen haben.

Die größte österreichische Molkerei Berglandmilch wurde im Februar wegen jahrelanger Preisabsprachen zu einer Geldbuße von 1,125 Mio. Euro verurteilt. Der Handelskonzern Rewe (u.a. Billa, Merkur, Penny) akzeptierte am vergangenen Montag eine Kartellstrafe wegen Preisabstimmungen in der Höhe von 20,8 Mio. Euro. Dem Mitbewerber Spar statteten die Wettbewerbshüter Ende Jänner/Anfang Februar einen Besuch ab.

(APA)

Kommentar zu Artikel:

Preisabsprachen: Razzia bei NÖM dauert an

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen