Private kaufen immer weniger Neuwagen

Nur 40 Prozent der Neuzulassungen entfallen auf Privatpersonen Die Zahl schrumpfte in Österreich 2013 um mehr als fünf Prozent. Der Anteil der Kurzzulassungen erhöhte sich auf knapp 29 Prozent.

Schleppkahn mit Neuwagen
Schleppkahn mit Neuwagen
Schleppkahn mit Neuwagen – (c) www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)

Die Zahl der Privatpersonen, die sich ein Auto kaufen, ist weiterhin rückläufig. Machten sie 2012 noch 43,3 Prozent aller Neuzulassungen aus, lag die Zahl im Vorjahr bei 39,8 Prozent. Im Gegenzug erhöhte sich der Anteil der Pkw-Kurzzulassungen (bis 120 Tage) gegenüber 2012 von 26,7 auf 28,9 Prozent, rechnete Peter Laimer von der Statistik Austria vor. Kfz werden oftmals aus Marketinggründen nur für wenige Tage neu zugelassen werden, um die Verkaufszahlen anzuheben. Der Anteil der Pkw, die nur für einen Tag zugelassen wurden, hat sich auf 8,2 Prozent erhöht.

Stagnation für 2014 erwartet

Insgesamt sind im Vorjahr die Pkw-Neuzulassungen in Österreich um 5,1 Prozent zurück gegangen. Insgesamt wurden 319.035 Autos neu zugelassen, wobei davon rund 25.000 exportiert wurden. Insgesamt wurden im Vorjahr 415.313 Kfz neu zugelassen, um 4,7 Prozent weniger als noch 2012.

Weniger Neuw�gen - Mehr gebrauchte Autos
Weniger Neuw�gen - Mehr gebrauchte Autos
Weniger Neuw�gen - Mehr gebrauchte Autos – (c) APA


Für heuer erwartet die Kfz-Branche ein Stagnieren der Verkaufszahlen - vorausgesetzt die Konjunktur zieht leicht an und die Steuererhöhungen fallen moderat aus, so Branchenvertreter im Vorfeld der Eröffnung der Vienna Auto Show am Wiener Messegelände. Sollten es eine deftige Anhebung der Normverbrauchsabgabe (NoVA) und der motorbezogenen Versicherungssteuer geben, dann drohen Demonstrationen, gaben die Händler und Importeure zu bedenken.

SUV-Sektor legt zu


Auffallend ist, dass die Autofahrer immer älter werden - und die Straßen anscheinend immer schlechter, denn der einzige Pkw-Sektor der zulegen konnte, war die Klasse der SUV.

Die Wirtschaftskrise ging auch an den Nutzfahrzeugen nicht spurlos vorbei. Bei den Lkw gab es einen Rückgang von 1,8 Prozent, bei Traktoren von 2,9 Prozent. Bedingt durch die Umstellung auf einen neue, strengere Abgasnorm mit Beginn des heurigen Jahres gab es bei den Sattelzugmaschinen ein Plus von 21 Prozent.

Hyundai rückt VW näher

Ein detaillierter Blick auf die Pkw-Statistik zeigt, dass lediglich Kleinwagen und PS-starke Fahrzeuge zulegen konnten. Gewinner des Vorjahres war der koreanische Hersteller Hyundai mit einem Absatzplus von 9,4 Prozent, womit er zur zweitwichtigsten Pkw-Marke in Österreich aufgestiegen sind. Marktführer ist wie gewohnt VW.

Als künftige Herausforderung sieht Burkhard Ernst, Sprecher des Fahrzeughandels, den Autoverkauf im Internet - auch wenn dies erst in fünf bis zehn Jahren richtig spruchreif werde.

Kritik kam einmal mehr an der angeblich autofeindlichen Politik. So ist für Felix Clary, Sprecher der Autoimporteure, eine 80 Km/h-Beschränkung auf der Autobahn bei der Stadt Salzburg "reinster Schwachsinn".

(APA)

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