KBA: "Kampf um jeden Arbeitsplatz wird noch länger dauern"

Der deutsche Konzern will in Mödling bis zu 460 Stellen abbauen. Nach Gesprächen mit der Gewerkschaft gibt es vorerst keinen Streik.

PROTESTVERANSTALTUNG GEGEN DEN STELLENABBAU BEI DER KBA-MOeDLING AG
PROTESTVERANSTALTUNG GEGEN DEN STELLENABBAU BEI DER KBA-MOeDLING AG
Vergangene Woche gab es Gespräche. – APA/HELMUT FOHRINGER

Die rund 750 Mitarbeiter der KBA-Mödling AG, Tochter des deutschen Druckmaschinenherstellers Koenig & Bauer, dürften vorerst doch nicht streiken. Die endgültige Entscheidung darüber fällt aber erst am Dienstagfrüh in einer Betriebsversammlung. "Es gibt am 4. Februar eine weitere Verhandlungsrunde. Ich gehe davon aus, dass davor nicht gestreikt wird", so KBA-Chef Leopold Achatz am Montag zur APA.

Gewerkschafter Karl Proyer bestätigte auf Anfrage weitere Gespräche. Zuletzt drohten Gewerkschaft und Betriebsrat offen mit Streik. Auf die Frage, ob man sich den Streik als letzte Eskalationsstufe noch aufheben will, meinte Proyer: "Der Kampf um jeden Arbeitsplatz wird noch länger dauern."

Konstruktive Gespräche

Beide Seiten nannten die Verhandlungen am Montag konstruktiv. Es gebe eine Gesprächsbasis, wurde betont - trotz der angespannten Situation. Wie berichtet, will das deutsche Unternehmen an den niederösterreichischen Standorten in Ternitz und Mödling 400 bis 460 Stellen streichen. Das wären fast zwei Drittel der derzeitigen Belegschaft.

(APA)

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